Psychologische Kriegsführung

Psychologische Kriegsführung

Ukraine-Konflikt: Mit der ICOR-Resolution und Gymnasiasten auf der Kundgebung

Ein kleiner Artikel, der sehr kurzfristig in unserer örtlichen Tageszeitung stand, machte mich aufmerksam: Aufruf am Sonntagmittag, den 20. Februar, in der Stadtmitte von Böblingen zur Friedenskundgebung. Dazu luden Schülerinnen und Schüler eines örtlichen Gymnasiums ein, unterstützt wurden sie von ihren Eltern.

Korrespondenz aus Böblingen

An der Aktion beteiligten sich ca. 20 Schülerinnen, Schüler und Erwachsene. Mit ihnen kam ich bald unter anderem über die Notwendigkeit einer neuen Friedensbewegung ins Gespräch. Wir unterhielten uns über vielfältige Themen zu den diversen Krisen des imperialistischen Weltsystems.

 

Dabei stellte sich heraus, dass die in den Medien verbreitete psychologische Kriegsvorbereitung verfängt. Die ICOR-Resolution „Widerstand gegen psychologische Kriegsführung, imperialistische Kriegsvorbereitung und Drohungen im Ukraine-Russland-Konflikt“ gab hier Orientierung. Es war wichtig, den Hauptkriegstreiber US-Imperialismus ins Visier zu nehmen, aber auch gegen die Illusion zu argumentieren, Russland sei "friedlich". Es kamen auch Interessierte, die gezielt im Internet nach Friedenskundgebungen im Umkreis gesucht hatten und weite Anfahrtswege in Kauf nahmen.

 

Für die Schülerinnen und Schüler war das die erste Kundgebung, die sie selbständig organisiert hatten. Sie waren stolz darauf, dass es geklappt hat und doch manche Passanten kurz stehen blieben. Die Moderation war noch unerfahren und deshalb kam leider keine Diskussion am offenen Mikrofon zustande. Am Tag darauf berichtete die örtliche Zeitung hauptsächlich von den wirtschaftlichen Verbindungen der Firmen ins Krisengebiet – und zu dem mutigen Schritt der Jugendlichen weniger.