Witten
Montagsdemo: Mit Aufrüstung wurde noch nie Frieden gestiftet
Über 50 ständige Teilnehmer und einiges mehr an zeitweiligen Zuhörern folgten der heute außerplanmäßigen Montagsdemo auf dem Berliner Platz.
Am offenen Mikrofon entwickelte sich fast eine Stunde lange eine sehr lebendige Diskussion über die akute Weltkriegsgefahr, die durch die Imperialisten heraufgeschworen wird. Im Zentrum der Beiträge stand die Diskussion über die Wende der Bundesregierung hin zu einer aggressiven Außen- und Militärpolitik, was von Rednern berechtigt kritisiert und angegriffen wurde.
In einigen Gesprächen am Rande mit Zuhörern konnte dies dann auch noch weiter vertieft werden. So bei zwei Frauen, die die Beschlüsse der Bundesregierung erst gut und als Beitrag für eine Friedenspolitik angesehen hatten. Dass mit Aufrüstung noch nie Frieden gestiftet wurde und die BRD damit selbst imperialistische Ziele verfolge, brachte sie zum Nachdenken und sie folgten weiterhin der Diskussion am Mikrofon.
In weiteren Beiträgen wurden der russische, auch der amerikanische Imperialismus kritisiert und dass die Weltkriegsgefahr eben genau aus der Rivalität der Imperialisten im Kampf um ihre jeweilige Vormachtstellung entsteht. Mehrere Jugendliche blieben interessiert stehen und wollten wissen, was sie machen können. Nach intensiven Gesprächen über die Frage, dass jetzt die Stunde einer neuen Friedensbewegung ist, trugen sich drei Jugendliche in die Mitmachliste ein.
Zuwenig wurden allerdings am offenen Mikrofon die sozialen Auswirkungen des Schwenks der Bundesregierung zur aktiven Kriegsvorbereitung thematisiert. Das wird wohlweislich in der öffentlichen Diskussion noch verschwiegen, denn die Rechnung der Aufrüstung wird mit Sicherheit den Massen aufgedrückt werden.
Dass wir gegen die wachsende Kriegsgefahr gemeinsam vorgehen müssen, war für viele an Rande gar keine Frage und über 50 Erklärungen des ZK der MLPD zu den Hintergründen der akuten Kriegsgefahr wurden gerne genommen.