MLPD mittendrin

MLPD mittendrin

Rosenmontag: 250.000 Menschen bei Kölner Friedensdemo!

250.000 Menschen waren am Rosenmontag in Köln unterwegs – aber nicht zum Karneval feiern, sondern um ein deutliches Zeichen zu setzen gegen den Ukraine-Krieg und für den Frieden.

Rosenmontag: 250.000 Menschen bei Kölner Friedensdemo!
Ein echter Hingucker - der Hotspot der MLPD am Zugweg (rf-foto)

Der vom Festkomitee Kölner Karneval abgesagte Rosenmontagszug wurde so zu einer der größten Demos dieser Tage: neben dem Gros der Jecken liefen viele der großen Karnevalsvereine, bekannten Musik-Größen wie „Brings“ und Wolfgang Niedecken. Auch der DGB rief auf, einige Gewerkschaftsfahnen der IG Metall, IG BCE und ver.di waren zu sehen. Vom Friedensforum waren Vertreter zu sehen, kirchliche Vereine und Pfadfinder. Die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker sprach bei der Auftaktkundgebung: „Ich empfinde grenzenlose Bewunderung für all die mutigen Russinnen und Russen, die bereits seit Freitag auf die Straßen ihren Landes gehen.“ Minutenlanger donnernder Applaus der Zuhörer. Insgesamt waren die offiziellen Reden einseitig, sparten Kritik an NATO und Bundesregierung großteils aus.

 

Mittendrin: Die MLPD. Sie trat, was die politischen Parteien betrifft, an diesem Tag deutlich als stärkste Kraft auf. Von „DieLinke“ wurde eine Fahne gesichtet, von der SAV ein Schild gegen beide Kriegsparteien. Definitiv ist die MLPD breit bekannt. Sie begrüßte den gesamten vorbei strömenden Demozug mit ihrem Hotspot. Teils wurde das verwundert, aber insgesamt sehr ernsthaft als Beitrag zur Demo wahrgenommen. Der Hotspot war gut geeignet und bewusstseinsbildend: mit Kurzreden, Erklärung des ZK der MLPD und Musik. Das Transparent mit der Losung „Aktiver Widerstand gegen jede imperialistische Aggression – ob von USA/NATO oder Russland! Kampf der Weltkriegsgefahr!“ traf auf große Zustimmung, Interesse und wurde vielfach fotografiert. Die Bücher der MLPD wurden angeboten, Broschüren „Über die Herausbildung der neuimperialistischen Länder“ angeboten und es gibt neue Kontakte.

 

Es gab etliche, auch kontroverse Diskussionen. Teils werden die Aufrüstung der Bundeswehr und die Waffenexporte für richtig befunden. Doch gab es im Demozug einzelne Schilder wie „Waffen exportieren = Krieg und Flucht provozieren“ oder „Gegen Rüstungsexporte“ oder „Raus aus der NATO“. Die Farben blau-gelb überwogen. Die offizielle Losung war „Make Fastelovend – not war“.  Der kleinbürgerliche Pazifismus führt aber politisch in die Sackgasse, als könne man durch Appelle etwas ändern. Der imperialistische Charakter der EU und der NATO wurde noch wenig erkannt und gezielt  setzten sich auch bürgerliche Politiker in Szene. In diesem Sinne lief auch NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) mit. Umso wichtiger war die bewusstseinsbildende Arbeit am MLPD-Hotspot gegen jede imperialistische Aggression.