Daimler Marienfelde
Viel Zustimmung zur Ablehnung von Waffenexporten
Daimler-Marienfelde: So gut wie alle Kolleginnen und Kollegen, die wir mittags beim Schichtwechel treffen, lesen unsere Schilder, und viele nehmen die aktuelle Erklärung der MLPD „Bundesregierung geht zu offen imperialistischer Außen- und Militärpolitik über“.
Eine Kollegin zeigt darauf „Ich bin auch solidarisch, aber es muss ja nicht so sein.“ Wir sind uns schnell einig, dass jetzt vielseitige Solidarität wichtig ist. Die Arbeiter weltweit haben jedoch eine besondere Verantwortung, sich gegen die imperialistische Spaltung zusammenzuschließen. Das bewegt mich auch“, so ein Kollege zur Weltkriegsgefahr und meint ironisch zur aktuellen Berichterstattung in den meisten Medien 'nur noch Ukraine': „Corona haben wir damit erledigt.“ Viel Zustimmung bekommen wir für „keine deutschen Waffen“, „Ja, da hast du Recht“, oder „Das ist Öl ins Feuer“.
Die Kollegen sind besorgt und machen sich viele Gedanken. Noch sind die Folgen nicht im Werk spürbar, wie beispielsweise bei VW in Zwickau. Wir rufen auf zum Widerstand montags 18 Uhr auf dem Alexanderplatz. Jetzt selber aktiv werden, klingt für die Kollegen noch weit weg. „Das muss jetzt die Politik machen. Wir können da nichts machen.“
Ein Kollege findet: man muss ganz raus aus dem russischen Markt. Auch wenn es weniger Arbeit gäbe und weniger Geld. Das sei es ihm wert, wenn dieser Putin weg kommt. Er ergänzt noch eine Kritik an der Linkspartei: „Diese Putinversteher haben es lange falsch gemacht mit ihrer Putin-Solidarität“.