Gelsenkirchen

Gelsenkirchen

744. Montagsdemo: Wir müssen alles tun, um einen Weltkrieg zu verhindern!

Mit einer Gedenkminute für die Opfer des Krieges begann die Montagsdemo für den Weltfrieden am 14. März. Die rund 100 Teilnehmerinnen, Teilnehmer und vielen Zuhörerinnen wie auch Zuhörer gedachten mit Kerzen und Blumen der ukrainischen Frauen, Männer und Kinder, auch der russischen Soldaten, die ums Leben gekommen sind. Viele waren gekommen und hatten Beiträge und Schilder vorbereitet, wie ein Plakat: "Organisiert sind wir stärker als die Kriegstreiber!" Einen Jungen aus Bulgarien treibt um: "Viele Kinder müssen ansehen und miterleben, dass es Krieg gibt in Europa, aber auch in anderen Ländern wie Syrien. Ich finde das schlimm und verurteile, was Putin macht." ...

744. Montagsdemo: Wir müssen alles tun, um einen Weltkrieg zu verhindern!
Unter anderem wurde das Solidaritätslied auf de Gelsenkirchener Motnagsdemo gesungen (rf-foto)

"Wir müssen auch alles bekämpfen, was zur Verschärfung des Krieges beiträgt, diese Aussage wurde in Beiträgen mit Fakten und Forderungen untermauert", so Martina Reichmann, Pressesprecherin der Montagsdemo. ...

 

Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter, Opelaner, Bergleute, streikende ver.di-Frauen im Erziehungs- und Sozialdienst meldeten sich zu Wort. Es bringt keinen Frieden, wenn Arbeiter aus verschiedenen Ländern gegeneinander kämpfen! Im Gegenteil: Jetzt ist die Stunde, wo Arbeiterinnen und Arbeiter aufstehen müssen, egal aus welchem Land, um einen drohenden Dritten Weltkrieg zu verhindern, und genauso gegen die Abwälzung der Krisen- und Kriegslasten auf die Bevölkerung. Sie warnten auch, kritisch zu sein und genau hinzuschauen. Was für ein Friedensbeitrag soll das sein, wenn Unternehmer wie Stefan Wolf vom Arbeitgeberverband Gesamtmetall jetzt schon davon träumen, am wirtschaftlichen Wiederaufbau in der Ukraine "arbeiten" zu können - das heißt doch, jetzt schon die Profite zu planen.

 

Aktivisten der Umweltgewerkschaft wiesen auf das Atomkraft-Gefahrenpotential im Ukraine-Krieg hin. Die Katastrophe in Fukushima ist ernsthafte Mahnung. Das unterstreicht die Forderung für die Stilllegung aller Atomkraftwerke auf Kosten der Betreiber und für das Verbot und die Vernichtung aller ABC-Waffen.

 

Sprecher des Freundeskreises Flüchtlingssolidarität in Gelsenkirchen heißen die Menschen aus der Ukraine willkommen. Sie haben in ihren Heimatländern selbst erlebt, wie Russland, NATO und EU andere Länder ausplündern und Diktatoren und Putschisten unterstützt werden. Sie sagen Nein zur Spaltung in Menschen erster und zweiter Klasse, nach Hautfarbe, Herkunft oder Religion! Für gleiche Rechte für alle demokratischen Flüchtlinge und für den Zusammenhalt aller in Deutschland lebenden Menschen, egal ob Flüchtling oder „Einheimischer“!


Mit dem Solidaritätslied endete die Kundgebung. Für den kommenden Montag 21. März rufen die Montagsdemonstranten zur nächsten Kundgebung, ab 17.30 Uhr, auf dem Heinrich-König-Platz auf.