Kamerun
Streikende fordern 276 Millionen Euro
Seit dem 21. Februar streiken in Kamerun die Lehrerinnen und Lehrer in den staatlichen Oberschulen dafür, dass sie bezahlt werden. Nach ihren Berechnungen schuldet der Staat ihnen 181 Mrd. CFA, das entspricht 276 Millionen Euro. Das staatliche Schulsystem beruht darauf, dass ausgebildete Lehrer erst mal ohne Bezahlung arbeiten, mit dem Versprechen, dass sie nach Monaten (oder Jahren) dann zumindest Teile des ausstehenden Lohns erhalten. Jetzt reicht es vielen Lehrkräften. Das System von Präsident Paul Biya (er ist 89 Jahre alt und seit 40 Jahren im Amt) gilt als äußerst korrupt.