Rote Fahne Magazin Verkauf vor dem Betrieb

Rote Fahne Magazin Verkauf vor dem Betrieb

"Das ist das beste Zweiwochenmagazin Deutschlands!“

Ich frage ein paar Genossen, wie der Rote Fahne-Verkauf so läuft. Ein älterer Genosse berichtet mit leuchtenden Augen.

"Das ist das beste Zweiwochenmagazin Deutschlands!“
Unerlässlich: Rote Fahne Verkauf am Betriebstor (rf-Foto)

Er steht regelmäßig am Betriebstor und verkauft das Rote Fahne Magazin. Seit einiger Zeit haben sie wegen Betriebsschließung ihren Schwerpunkt auf die Lehrwerkstatt verlagert. „Da gehen fast 800 Azubis rein. Ich mache immer eine kurze Ansprache. Mit dem Titel der aktuellen Ausgabe, dass man hier keine Fake-News bekommt und dass man selbst aktiv werden sollte. Ich habe immer Gespräche mit den jungen Kolleginnen und Kollegen.“ Von der Nummer gegen den Krieg hat er mehr als sonst verkauft.

 

„Man kann ja viel kritisieren und noch verbessern. Aber die Rote Fahne ist mit Abstand das beste Zweiwochenmagazin Deutschlands. Sie wird eher unter Wert behandelt. Sie ist unverzichtbar für jeden klassenbewussten Arbeiter!“ Gerade der Betriebsverkauf würde unterschätzt, meint er. Für viele Ü-70-Jährige sei es Gang und Gäbe, bei Wind und Wetter am Betriebstor zu stehen. Für einige jüngere auch, denke ich in dem Moment – aber Unrecht hat er mit seiner Betonung trotzdem nicht. „Solche Gespräche mit Arbeitern wie am Tor, und das regelmäßig – das hast du doch sonst nirgends!“ Und ein solches Vertrauensverhältnis zur MLPD baut sich auch erst über Jahre auf. Die Genossinnen und Genossen der MLPD am Tor und das Rote Fahne Magazin sind eine feste Größe, Orientierungs- und Anlaufpunkt. Das wissen die Kolleginnen und Kollegen. Das müssen sie deshalb nicht immer laut sagen.

 

Ein jüngerer Genosse, der erst seit einigen Monaten Betriebsverkauf macht, ist stolz: „Für mich ist das eine Ehre, die Rote Fahne am Zielbetrieb zu verkaufen!“ Als Lehrer will er auch immer wissen, was die Kolleginnen und Kollegen denken, wie sie ticken. Eine ältere Genossin, die selbst Jahrelang im Betrieb war, lässt sich jetzt als Rentnerin einiges einfallen: Am Autotor ist wenig Zeit für Gespräche. Also kopiert sie manchmal gezielt einen Artikel und schreibt drüber „Rote Fahne Leseprobe“, das bewähre sich. Oft kaufen am Betrieb vor allem neue Interessenten eine Zeitung. Manches Mal ist auch die eigene Lesefaulheit im Weg: „Eine Kollegin will partout kein Abo abschließen. Aber sie kauft das Magazin immer, wenn ich es ihr bringe. Sie lese es zwar nicht – aber ihr Freund liest es immer! Leider will er aber nicht drüber sprechen.“ Noch nicht. Heimliche Fans hat das Rote Fahne Magazin also auch.

 

Aber wir wollen noch viel genauer wissen, wie das Rote Fahne Magazin den Lesern gefällt, welche Artikel überzeugen, was kommt gut an, was nicht? Gerade die regelmäßigen Verkaufseinsätze an Betrieben, bei der Montagsdemo, bei Infoständen und dem Hausverkauf im Wohngebiet sind gute Gelegenheiten, nachzufragen. Die Redaktion freut sich über eure Berichte und Kritiken!

 

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