ICOR-Meeting:

ICOR-Meeting:

Bauen wir weiter die antiimperialistische und antifaschistische Einheitsfront auf!

Vor kurzem fand unter dem Motto „Bauen wir weiter die antiimperialistische und antifaschistische Einheitsfront auf” ein Zoom-Meeting der Internationalen Koordinierung revolutionärer Parteien und Organisationen (ICOR) statt.

Von Rote Fahne Redaktion / ICOR

In der Spitzenzeit hatte das Zoom-Meeting über 90 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Sie hatten sich aus 22 Ländern von vier Kontinenten zugeschaltet: aus Argentinien, Brasilien, Mexiko, USA, Russland, Ukraine, Bulgarien, Niederlande, Deutschland, Frankreich, Italien, Schweden, Kanada, Palästina, Schweiz, Tunesien, Südafrika, Afghanistan, Türkei, Iran, Nepal, Indien. 30 Rednerinnen und Redner sprachen in etwas mehr als zwei Stunden, davon zehn Frauen und 20 Männer.

 

In ihrem Einleitungsbeitrag gab Monika Gärtner-Engel, Hauptkoordinatorin der ICOR, einen Überblick über den aktuellen Stand der Entwicklung der antiimperialistischen und antifaschistischen Einheitsfront und ging auch auf die Entwicklung des Kriegs zwischen Russland und der Ukraine ein.

 

Dazu sagte sie unter anderem: „Die heutige Kriegssituation bestätigt, dass der Gedanke der antiimperialistischen und antifaschistischen Einheitsfront richtig und dringend nötig ist. Als weltweiter Hauptkriegstreiber haben USA und NATO eine lange Geschichte aggressiver imperialistischer Politik und Einmischung: Nicht vergessen sind der Vietnamkrieg, die blutige Pinochet-Unterstützung in Chile, die ständige Bedrohung Kubas, Venezuelas bis hin zu Afghanistan oder die wortbrüchige, provokative NATO-Osterweiterung der letzten Jahre. Das alles rechtfertigt jedoch in keiner Weise den Überfall Russlands auf die Ukraine, der auch noch antikommunistisch gegen die Nationalitätenpolitik Lenins begründet wird.

 

Wir sind sehr stolz auf unsere Freunde und Genossen in der Ukraine und in Russland, die sich mutig dieser imperialistischen Kriegspolitik entgegen stellen. Auch wenn dieser konkrete Krieg beendet ist, werden die zwischenimperialistischen Widersprüche sich weiter entfalten und die jeweiligen Blöcke formieren sich aufgrund der Ungleichmäßigkeit der Entwicklung und in Verbindung mit der anhaltenden Weltwirtschafts- und Finanzkrise neu.“

Das Webinar verabschiedete bei 89 Teilnehmerinnen und Teilnehmern die folgende Resolution:

Wir, die unterzeichnenden Organisationen, verurteilen den gegenwärtig in der Ukraine tobenden Krieg. Obwohl sowohl der russische Imperialismus (der mehr oder weniger stark von China und anderen Ländern unterstützt wird) als auch die von den USA angeführte NATO (die diesen Krieg durch ihren Stellvertreter, die ukrainische Regierung, führt) für diesen Krieg verantwortlich sind, ist der unmittelbare Aggressor der russische Imperialismus, und wir verurteilen diese Aggression aufs Schärfste.

 

Wir stehen an der Seite der tapferen werktätigen Massen sowohl in der Ukraine als auch in Russland, die auf die Straße gehen, um gegen diesen Krieg zu protestieren, der eine große Bedrohung darstellt. Dieser Krieg bestätigt viele der marxistisch-leninistischen Grundsätze, wie z. B. dass Imperialismus Krieg nach außen und Reaktion nach innen bedeutet und dass das Recht auf Selbstbestimmung ein wertvolles demokratisches Recht ist. Wir müssen uns jedoch auch daran erinnern, dass die Geschichte uns zeigt, dass Krieg ein Zeichen für die Krise des Imperialismus ist. Die werktätigen Massen der Welt wollen keinen Krieg. Gegenwärtig wird dieser Krieg von Imperialismus und Faschismus angeheizt. Das zeigt deutlich die Notwendigkeit, sehr schnell eine Internationale Front gegen Imperialismus und Faschismus aufzubauen.

In dieser Situation beschließen wir:

  1. Dass wir die Aufgabe des Aufbaus einer antiimperialistischen, antifaschistischen Einheitsfront mit größter Wichtigkeit angehen werden. Wir rufen sowohl die ICOR als auch die ILPS auf, weiterhin die Führung in diesem Projekt zu übernehmen.
  2. Wir werden Einheitsfronten auf nationaler und internationaler Ebene organisieren, um uns diesem imperialistischen Krieg entgegenzustellen und konkrete Aktionen im Rahmen der verfügbaren Möglichkeiten durchzuführen. Wir bitten die ICOR und die ILPS, bei der Organisation solcher Einheitsfronten auf nationaler und internationaler Ebene zu helfen.
  3. Wir werden die Diskussion über Imperialismus, Faschismus und andere Themen fortsetzen, um in der Lage zu sein, die Geschehnisse richtig zu analysieren und dieses Verständnis an die werktätigen Massen weiterzugeben, damit sie auf demokratische Weise aktiv werden können. Wir bitten die ICOR und die ILPS, die Führung bei der Organisation solcher Diskussionen auf regelmäßiger Basis zu übernehmen
  4. wir haben als nächsten Termin dieser internationalen Diskussion den 15. Mai 2022 zur selben Zeit angesetzt.