Griechenland

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Athener Gericht setzt Massenentlassungen der Larko-Bergleute aus

Seit 1985 kontrolliert der griechische Staat als Mehrheitseigner Larko. Larko beutet als inzwischen einziger Nickelproduzent in der EU die griechischen Vorräte an Nickel in verschiedenen Minen aus und verarbeitet sie zu industriellen Vorprodukten. Der Betrieb soll an Investoren verkauft, alle 1080 Arbeiter entlassen werden.

Iordanis Georgiou

Mit Hilfe ihrer Frauen und der ganzen Bevölkerung kämpfen die Arbeiter um ihre Arbeitsplätze und ihre Werkswohnung; Rote Fahne News berichtete mehrfach.

 

Jetzt hat ein Athener Gericht in erster Instanz entschieden, die Massenentlassungen bis zum 6. Mai einzufrieren. Die Larko-Arbeiter haben daraufhin am 24. März eine Versammlung durchgeführt. Sie sind zur Einschätzung gelangt, dass dies ein kleiner Sieg ist, der ihre Arbeitsplätze für einige Monaten sichert und ihnen Zeit gibt, noch geschlossener um ihre Arbeitsplätze und Wohnungen zu kämpfen.

 

Sie haben das Urteil des Gerichtes ohne Jubel aufgenommen. Die Larko-Arbeiter sagen: "In gemeinsamen Kämpfen mit allen Arbeitern unseres Landes fordern wir eine Politik, die uns nicht in Kriege verwickelt, die uns vor Armut schützt und die uns Arbeit, Gesundheit, Wohnung, Bildung und ein menschenwürdiges Leben sichert. Wir mit unseren Gewerkschaften setzen diesen Weg mit verschiedenen Mobilisierungen fort, um auf das Verbrechen bei Larko hinzuweisen und es zu verhindern. Wir werden geschlossen am panhellenischen Streik der Arbeiterinnen und Arbeiter am 6. April 2022 teilnehmen. Wir werden unsere Wohnungen und Arbeitsplätze nicht verlassen, wir werden erhobenen Hauptes weitermachen."