Heilbronn

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Diskussionsveranstaltung: Arbeiter, Frauen, Jugendliche positionieren sich im Friedenskampf

18 Teilnehmer kamen zur Diskussions-Veranstaltung der MLPD Heilbronn „Vom Friedensengel zum Kriegstreiber“. Das Einleitungsreferat der Kreisleitung ging auf das Trommelfeuer der Kriegspropaganda ein.

Korrespondenz

Neben den Erklärungen des Zentralkomitees zum Ukraine-Krieg wurde dabei auch auf das Programm der MLPD, die Broschüre zur Herausbildung neuimperialistischer Länder und das Buch „Die Krise der bürgerlichen Ideologie und des Opportunismus“ zurückgegriffen. Die meisten Beiträge in der Diskussion kamen von Kollegen aus der Automobil-Industrie. In den Großbetrieben gibt es einerseits eine Auseinandersetzung mit Kollegen russischer und ukrainischer Herkunft. Meist wurde eine Einheit darüber erzielt, dass die Völker nur die Leidtragenden dieser Kriege sind und dass der Krieg sofort beendet werden muss. Geklärt werden muss, was in dieser Situation „Solidarität mit der Ukraine“ bedeutet.

 

Eine Mitgliedsfrau des Frauenverbands Courage berichtete von den Vorbereitungen zur Weltkonferenz der Basisfrauen.

 

Ein junger Mann aus Afghanistan meldete sich zu Wort, der uns auf der letzten Montagsaktion kennenlernte. Er berichtete, dass er sein ganzes Leben seit seiner Kindheit im Krieg gelebt hat. Nach dem Attentat auf das World Trade Center vom 11. September 2001 wurden seine Heimat und weitere Länder von den USA bombardiert. Auch auf die Besetzung Palästinas ging er ein. Die 100 Mrd. Euro der Bundesregierung dienen dazu, diese Kriege weiterzuführen. Er will sich für den Frieden in der ganzen Welt einsetzen.

 

Eine junge Frau aus dem Jugendverband REBELL berichtete von einem großen Interesse der Jugendlichen am Ukraine-Krieg; auch solchen, die sonst wenig über Politik diskutieren. Manche denken, es gehe nur um ein Problem, nämlich die Person Putin. Der REBELL leistet Aufklärungsarbeit, dass es mehrere Kriegstreiber auf beiden Seiten gibt. Die junge Generation möchte nicht im Krieg verheizt werden. Der REBELL kämpft gegen den Militarismus und für das Verbot aller ABC-Waffen. Wer weiter für den Weltfrieden aktiv werden will, ist im Widerstandskomitee willkommen.

 

Die Spendensammlung für die Friedenspolitik der MLPD ergab 90 Euro. Mit einer Einladung zu den nächsten Treffen der Studiengruppe endete der offizielle Teil der Veranstaltung.