Die Krise der bürgerlichen Ideologie und des Opportunismus

Die Krise der bürgerlichen Ideologie und des Opportunismus

Rezension: Ein Muss für jeden Gewerkschafter!

Das Buch "Die Krise der bürgerlichen Ideologie und des Opportunismus" kann man auch über Amazon beziehen; auf der Amazon-Webseite kann man auch Rezensionen platzieren.

Dokumentiert von der Amazon-Webseite

Rote Fahne News dokumentiert die Rezension eines IG-Metall-Vertrauensmanns aus Bremen.

 

Die Neuerscheinung "Die Krise der bürgerlichen Ideologie und des Opportunismus" von Stefan Engel beschäftigt sich mit vielen Problemen, die in unserer täglichen Arbeit in Betrieb und IG-Metall von Bedeutung sind. Es ist das zweite Buch der vierteiligen Reihe "Die Krise der bürgerlichen Ideologie und die Lehre von der Denkweise".

 

Bereits im ersten Band hat sich der Autor mit dem Antikommunismus auseinandergesetzt, der in einem Kapitalismus, der nur noch in Krisen existiert, die Arbeiter und die Massen vom revolutionären Weg abhalten soll. Auch im zweiten Band geht der Autor von den philosophischen Grundlagen des Marxismus-Leninismus aus und analysiert das Scheitern der wesentlichen opportunistischen Strömungen in der kommunistischen- und Arbeiterbewegung. Er zieht Schlussfolgerungen für die Vorbereitung der internationalen sozialistischen Revolution. Das halte ich für richtig und unbedingt notwendig, weil wir Arbeiter Durchblick brauchen.

 

Oppertunismus, so zitiert er Lenin gleich zu Anfang, opfert „die beständigen und dauernden Interessen des Proletariats seinen Pseudo- und Augenblicksinteressen.“ (S. 7)

 

So wird im dritten Kapitel der Pragmatismus des Krisenmanagements in der COVID-19-Pandemie entlarvt, wo die oberste Maxime nicht die Bekämpfung der Pandemie sondern die Unterordnung unter die Profitinteressen der Monopolbourgeoisie ist. Die Kosten werden auf die Bevölkerung abgewälzt. Im vierten Kapitel wird das Ganze noch einmal vertieft mit der Analyse des Neopragmatismus als weltanschauliche Grundlage des bürgerlichen Krisenmanagements.

Die Krise der bürgerlichen Ideologie und des Opportunismus

268 Seiten, 17,50 €

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In der Folge setzt sich das Buch mit der Krise der SPD und den neuen reformistischen Varianten der „Grünen“ und „die Linke“, sowie der Kritik an dem Scheitern von vielen bürgerlichen und kleinbürgerlichen „linken“Ideologien auseinander.

 

Was mir besonders gut gefällt, ist, dass der Autor nicht nur die Erscheinungen beschreibt, sondern ihnen weltanschaulich auf den Grund geht und mit prägnanten Zitaten, vor allem von Marx und Lenin grundsätzliche Kritik übt, z.B. dass viele Strömungen hier und jetzt Revolution machen wollen, weil sie die zähe und systematische Arbeit zur Gewinnung der Mehrheit der Arbeiterklasse für den Sozialismus nicht machen wollen oder dass die Enteignung der Kapitalisten ohne Revolution und Diktatur des Proletariats geschehen soll.

 

Solche Ansichten haben auch wir im Betrieb. Da steckt oft eine Ablehnung der Analyse der objektiven Situation hinter, ein Idealismus. Einige lehnen auch die führende Rolle der Arbeiterklasse ab und sehen die kleinbürgerlichen Intellektuellen als neues „revolutionäres Subjekt“. Die haben dann leider ganz übersehen, dass der Kapitalismus weiterhin auf der Ausbeutung der Natur und der Ware Arbeitskraft beruht und die Arbeiter mehr als die Hälfte der Menschheit ausmachen.

 

Andere wiederum sehen den Hauptwiderspruch in der sexuellen Orientierung, was eine Spaltung der Arbeiterbewegung bedeuten würde. Den Kapitalisten freut es. Zum Schluss wird sich auch noch mit dem Opportunismus auseinandergesetzt, faschistische Ideologien auf neuer Grundlage zu verharmlosen und ihnen nicht konsequent entgegenzutreten.

 

Ich kann das Buch allen empfehlen, die sich damit auseinandersetzen wollen, wie wir das krisenhafte kapitalistische System überwinden können und was uns noch daran hindert.