Hamburg

Hamburg

Ein spannender Bildungsabend zum Krieg in der Ukraine

Als überschaubarer Bildungsnachmittag „Was ist los in der Ukraine?“ geplant, kamen über 40 Besucherinnen und Besucher. Herzlichen dank an die Genossinnen und Genossen der ATIF, die ihre Räumlichkeiten und lecker Essen bereitstellten. Joachim Griesbaum von der MLPD, und einer der Europakoordinatoren der ICOR, war Referent und berichtete sachkundig über die imperialistischen Hintergründe des Ukraine-Kriegs.

Korrespondenz

Viel Beachtung, auch in der Diskussion, fanden die Einschätzungen zur Ukraine als einem abhängigen kapitalistischen Land; geführt von einer reaktionären Regierung mit einer arbeiterfeindlichen Politik; Korruption, die das Land beherrscht und Herrschaft einer Handvoll Oligarchen. Also alles andere als das in den Medien verbreitete Bild, die Ukraine strotze nur so vor Demokratie und Freiheit.

 

Auf großes Interesse stießen die Erklärung der Genossen des Koordinierungsrats der Arbeiterbewegung in der Ukraine (KSRD), einer ICOR-Mitgliedsorganisation in der Ukraine: Sie machten klar, dass es keine gerechte Kriegspartei gibt. Mit einer Gedenkminute wurde der Opfer des Krieges gedacht.

 

In der anschließenden lebendigen und zum Teil hitzig geführten Diskussion war die solidarische Streitkultur ein Garant dafür, hinter die Kulissen der bürgerlichen Berichterstattung zu blicken. Nicht nur für Besucher aus der Ukraine gab der Bildungsnachmittag eine Hilfe dafür – auch und gerade in Kriegszeiten –, sich den Arbeiterstandpunkt zu erkämpfen. Und er half dabei, sich nicht auf eine trügerische Einheit mit der Regierung, weder in der Ukraine, noch in Russland noch hier in Deutschland - einzulassen.

 

Der Redebeitrag der ATIF bekräftigte den Standpunkt, dass es sich um einen ungerechten Krieg handelt, mit Putin als Aggressor und USA / NATO als Hauptkriegstreiber. Er entlarvte eine doppelzüngige Asylpolitik, mit der Flüchtlinge aus weiteren Kriegs- und Krisengebieten wie kurdischen Gebieten, Syrien, Afghanistan … das Asyl verweigert wird.

 

Zum Schluss sangen wir noch die Internationale – ein Dank an die Helfer. Die Spendensammlung, zu einer Hälfte für die internationalistische Arbeit der MLPD und zur anderen Hälfte für den Ukraine-Hilfsfonds von Solidarität International, ergab rund 270 Euro.