Ukraine-Krieg

Ukraine-Krieg

Hafenarbeiter-Solidarität gegen einen ungerechten Krieg!

Die Koordinierungsgruppe des Internationalen Hafenarbeitererfahrungsaustauschs hat auf ihrer Webseite eine Erklärung gegen den Ukraine-Krieg veröffentlicht.

"Die Koordinierungsgruppe des Internationalen Hafenarbeitererfahrungsaustauschs protestiert empört gegen die Aggression und gegen den Überfall von Putin und des russischen Staats auf die Ukraine. Genauso protestieren wir gegen die Kriegstreiberei und Kriegspropaganda mit dramatischer Aufrüstung von USA/NATO und der Europäischen Union. Wir stehen an der Seite des ukrainischen Volks, der Arbeiterschaft, den Familien. Und wir sind mit unserem ganzen Herzen bei den Hafenarbeitern in Odessa und Mariupol.

 

In Russland wie in der Ukraine wurden und werden Arbeiterrechte mit Füßen getreten. Die Ukraine ist ein reiches Land an Rohstoffen und landwirtschaftlichen Früchten – doch zählt es zu den ärmsten Ländern in Europa! Der mutige Widerstand der Menschen in der Ukraine braucht eine Perspektive: Arbeitersolidarität auf beiden Seiten kann eine Waffenruhe erzwingen, kann dem Krieg und unsäglichen Leid und Zerstörung ein Ende bereiten. Wir sind solidarisch mit allen Kolleginnen und Kollegen, die in Europa oder international bei russischen Speditionen, Reedereien oder Hafenfirmen arbeiten und die kein Geld mehr wegen der SWIFT-Sperre bekommen.

 

Hafenarbeiter haben schon mehrfach bedeutende Solidarität gegen imperialistische Kriege gezeigt. Beispiele sind die Boykotte im Juni 2021 in Oakland, Mai 2021 in Livorno aber auch am 1. Mai 2008 in San Francisco gegen den Irak- und den Afghanistan-Krieg der US-Regierung unter George Bush. Hafenarbeiterinnen und Hafenarbeiter, Seeleute, Werftarbeiterinnen und Werftarbeiter können eine bedeutende Kraft über die Ländergrenzen im Kampf um Frieden und gegen einen drohenden Weltkrieg werden. Legen wir allen Kriegstreibern das Handwerk! Das heißt heute: You‘ll Never Walk Alone!“

 

Arbeiter am Flughafen Galileo Galilei in Pisa weigern sich dieser Tage, eine Luftfracht zu beladen, die aus Waffen, Munition und Sprengstoff besteht. Diese Luftfracht war zudem als "humanitäre Hilfslieferungen" für die Ukraine getarnt. Inzwischen schlossen sich auch die Hafenarbeiter im nahegelegenen Livorno dem Protest an. Die USB-Sektion von Porto Livorno erklärten: "Wir stehen an der Seite des Volkes der Ukraine, des Donbass und Russlands, und wir wollen uns nicht in diesem Konflikt einmischen". Zudem rief die Gewerkschaft alle Beschäftigten auf, die Verladung von Waffen und Sprengstoff zu verweigern und forderten einen sofortigen Waffenstillstand und Friedensgespräche.