Griechenland

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Larko-Arbeiter kämpfen weiter

Larko ist der größte europäische Nickelproduzent, 90 Prozent des Nickelvorkommens der EU liegen in Griechenland. Das Unternehmen verfügt über vier große Bergwerke und ein Hüttenwerk in Larymna gegenüber der Insel Euböa. Es gehört zu 55 Prozent dem griechischen Staat. Am Abend des 28. März um 22 Uhr wenden sich die Larko-Arbeiter aus Griechenland an die Öffentlichkeit:

Von Iordanis Georgiou

Panagiotis Politis, Vorsitzender der Gewerkschaft der Larko-Beschäftigten im Werk Larymna: "Die Mitsotakis-Regierung erpresst die Larko-Bergleute und die Gerichte zur Änderung der Entscheidung über den Stopp der Massenentlassungen. … Das ist Terrorismus.“ Die Regierung hat über den Sonderliquidator beim Gericht erster Instanz in Athen beantragt, die Aussetzung der Entscheidung, die Massenentlassungen bei Larko vorübergehend "einzufrieren", nicht zu akzeptieren.

 

Konkret hat der Sonderliquidator von Larko auf Geheiß der Regierung das Gericht erster Instanz in Athen angerufen, und darum gebeten, die frühere Gerichtsentscheidung zu widerrufen, in der es dem Antrag der Gewerkschaften der Larko-Beschäftigten stattgegeben hatte, die Massenentlassungen vorübergehend auszusetzen. Panagiotis Politis spricht von Terrorismus und Erpressung durch die Regierung. Die Regierung ist in Panik und die von der Regierung eingesetzte Sonderverwaltung kann die ‚Paniksituation‘ nicht bewältigen.

 

In dem Aufruf von Panagiotis heißt es: "Wir werden uns nicht aus unseren Arbeitsplätzen und Wohnungen vertreiben lassen; wir werden die Schließung von Larko nicht zulassen! Wir sind so weit gekommen, geeint, entschlossen.“