Sommercamp

Sommercamp

Anmelden als Betreuer auf dem Kinder- und Jugendcamp des REBELL

Ein kleines Interview mit Aktivistinnen und Aktivisten, die seit Jahren als Betreuer auf dem Sommercamp des Jugendverbands REBELL und der Kinderorganisation ROTFÜCHSE aktiv sind:

Korrespondenz
Anmelden als Betreuer auf dem Kinder- und Jugendcamp des REBELL
Baueinsatz auf dem Sommercamp 2021: Die Hütten strahlen in schönen neuen Farben (rf-foto)

Wart ihr schon öfter Betreuer auf dem Kinder- und Jugendcamp des REBELL und in welcher Aufgabe?

Ja, wir fahren schon seit über 20 Jahren als Betreuer aufs Sommercamp – so auch in diesem Jahr: Mein Kollege als Bauleiter und ich als Küchenleitung.

 

Das Sommercamp ist eine ganze Lebensschule der proletarischen Denkweise. Welchen besonderen Beitrag leistet ihr in dieser Betreueraufgabe?

Auf dem Sommercamp des REBELL arbeiten Kinder und Jugendliche immer auch einmal in der Woche, um den Ferienpark Thüringer Wald, in dem das Camp stattfindet, weiter aufzubauen, Reparaturen durchzuführen oder manchmal sogar neue Dinge zu bauen. Sie werden von erfahrenen Vorarbeitern angeleitet. In der Bauleitung werden diese Arbeiten vorbereitet. Durch diese Baueinsätze lernen die Kinder und Jugendlichen, dass körperliche Arbeit nicht etwas für die "Looser der Gesellschaft" ist, sondern dass man stolz darauf sein kann. Der Ferienpark Thüringer Wald in Truckenthal würde jedenfalls ohne die Baueinsätze des REBELL nicht so aussehen, wie er es tut. Das kommt nicht nur einmal im Jahr dem Sommercamp des REBELL zugute, sondern das ganze Jahr über für viele Feriengäste. Dieses Jahr ist geplant, an einer Sauna-Hütte zu bauen, die Holzhütten weiter in strahlenden, bunten Farben anzustreichen und im umliegenden Thüringer Wald den Förstern zu helfen, den durch die Trockenheit und den Borkenkäfer unglaublich stark geschädigten Thüringer Wald wieder aufzuforsten.


Die Campküche versorgt das Camp jeden Tag mit gesunden und abwechslungsreichen Mahlzeiten in guter Qualität – egal ob mit oder ohne Fleisch, ob vegan oder Diät! Das ist ein wichtiges Argument für eine sozialistische Gesellschaft im Kampf gegen die kleinbürgerlich-antikommunistische Denkweise und gegen den kleinbürgerlichen Familiendünkel, wonach Kantinenessen für 100 bis 200 Menschen schlecht sein müsste. Im Jugendcamp wird es eine Küchenzeltgruppe geben. Die Jugendlichen werden für die Küchenarbeit ausgebildet und lernen einiges über gesunde Ernährung.

 

Was nehmt ihr vom Sommercamp für Euch persönlich und für eure politische Arbeit mit?

Wenn Jugendliche und Kinder herausgefordert werden, ihr Leben selber in die Hand zu nehmen, so wie das bei dem selbstorganisierten Sommercamp des REBELL der Fall ist, entfaltet sich die Initiative und Begeisterung. Das ist ein großer Ansporn, der Jugend zu helfen, sich in diesen komplizierten Zeiten zurechtzufinden und sich für den Kampf um eine bessere Welt einzusetzen; was in meinen Augen nur eine sozialistische sein kann, und zwar rund um den Globus.

 

Welche Empfehlung könnt ihr denen geben, die mit dem Gedanken spielen, als Betreuer am diesjährigen Sommercamp teilzunehmen?

Meldet euch an - wenn möglich, gleich für mindestens zwei Wochen. Nach einer Woche wunderschönem Sommercamp fängt der Spaß erst richtig an. Ich sage immer: Ein Jahr ohne Sommercamp ist wie eine Suppe ohne Salz! Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, sich einzubringen. Jede und jeder wird gebraucht, jede Fähigkeit ist willkommen - ob als Kinderbetreuer, Betreuer für das Camp-Café, für das Öffentlichkeitsteam, für die Finanzen, für die Hygiene oder als Vorarbeiter für die Kinder/Jugendlichen oder als Küchenhelfer.