Thyssenkrupp Steel

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Duisburg: Erfolg der IG Metall bei der Betriebsratswahl

Mit 13 Listen traten so viele Listen an wie noch nie bei einer Wahl zum Betriebsrat (BR) bei Thyssenkrupp Steel in Duisburg.

Korrespondenz

Die IG-Metall-Liste konnte bei der Betriebsratswahl (BR) ihre Mandate von 27 auf 30 steigern. Das entspricht dem Wunsch vieler der 5.000 IG-Metall-Wähler, dass die Belegschaft nur stark ist, wenn sie einig ist. Es gab viele berechtigte Kritiken an der IG-Metall-Führung, die seit Jahren darauf verzichtet, richtig zu kämpfen. Gleichzeitig erkannten die Kollegen, dass dies nicht über „bessere“ Listen mit der BR-Wahl gelöst wird.

 

Ein Kollege: „Es bringt doch gar nichts, wenn der Vorstand merkt, dass wir nicht einig sind. Die anderen Listen versprechen viel, aber haben in den letzten Jahren nichts verändert!“ Ein anderer: „Ich bin mit der Arbeit der IG-Metall-Führung in den letzten Jahren sehr unzufrieden, aber das müssen wir in der Gewerkschaft ändern und uns nicht in Listen spalten. Was manche Listen fordern, geht doch nur mit der IG Metall und dem Kampf der Kollegen.“

 

Auf der IG-Metall-Liste sind verschiedene (klassen)kämpferische Kandidaten, die eine aktive Gewerkschaftsarbeit in ihren Bereichen machen. Darunter auch Kandidaten, die die Diskussion über eine grundsätzliche gesellschaftliche Alternative zum Kapitalismus in der Gewerkschaft für notwendig halten und die den Opportunismus der Gewerkschafts- und Betriebsratsführung kritisieren. Diese wollen die Forderungen von uns Arbeitern vom "Wohlergehen" des Unternehmens abhängig machen. Sie wollen uns einreden, mehr als "das Schlimmste zu verhindern" sei nicht drin.

 

Immer wieder wurden die berechtigten Forderungen der Arbeiter den Interessen der Stahlkonzerne untergeordnet. Dazu sind die Kollegen nicht mehr bereit! Gerade angesichts der Preissteigerungen und der explodierenden Inflation gibt es hohe Erwartungen an die Stahltarifrunde, die Ende Mai losgeht. Die Forderungsvorschläge liegen bei 10% oder über 200 Euro Festgeld. Es wurde vielen klar, dass man in der IG Metall aktiv werden muss und die gewerkschaftliche Kampfkraft auch eingesetzt wird. Immer nur zu drohen, reicht den Kollegen. Dazu diskutieren jetzt die Vertrauensleute mit ihren Kollegen in den Betrieben!