Argument

Argument

Jugendoffiziere an den Schulen willkommen?

Seit Beginn des Ukraine-Krieges nehmen die Nachfragen von Schulen in Nordrhein-Westfalen nach Info-Veranstaltungen mit Jugendoffizieren der Bundeswehr einem Bericht der WAZ vom 26. März 2022 zufolge zu.

Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit der MLPD

Die Schulbesuche der 15 Jugendoffiziere sollen sich seit dem 24. Februar verdoppelt haben. Die LandesschülerInnenvertretung (LSV) in NRW lehnt Jugendoffiziere an Schulen allerdings ab. Laura Körner vom LSV-Vorstand sagt: „Militarismus ist noch nie eine Lösung gewesen“. Unter Jugendlichen sei seit dem Kriegsausbruch ein Stimmungswandel festzustellen. Bei vielen Jugendlichen spüre man die Angst und das Bedürfnis, dass Deutschland sich besser verteidigen können muss, sagt die Schülerin. „Das verändert aber nicht die generelle Einstellung, dass Bundeswehr und Militär nicht die Lösung für Konflikte bedeuten.“

 

Das sind wichtige Fragen, die die Jugend heute umtreiben. Die Jugendoffiziere können diese Fragen nicht im Sinne der Jugendlichen beantworten. Die Bundeswehr, auch wenn sie versucht, sich einen demokratischen Anstrich zu geben, ist eine Armee des neudeutschen Imperialismus, die nach dem II. Weltkrieg entsprechend wieder aufgerüstet wurde. Hier muss die antimilitaristische Aufklärung in den Schulen ansetzen und den Schülerinnen und Schülern deutlich machen, dass der Krieg nur die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln ist. Denn solange die Super- und Großmächte USA, China, Russland und die EU im Konkurrenzkampf um die Vorherrschaft auf den Weltmärkten stehen, besteht auch die Gefahr kriegerischer Auseinandersetzungen, heute auch besonders mit der Gefahr des Einsatzes nuklearer Waffen der unterschiedlichsten Art.

 

Die meisten Menschen, besonders die Jugend und die Kinder, sind friedliebende Menschen. Sie wollen keinen Krieg, sie wollen, dass Kriege der Vergangenheit angehören. "Frieden schaffen ohne Waffen" ist jedoch eine kleinbürgerlich-pazifistische Illusion. Die "alte" Friedensbewegung ist ja auch völlig paralysiert, nachdem sich ihre Schonung des neuimperialistischen Russland als gefährlicher Irrtum entpuppt hat.

 

Wir Marxisten-Leninisten nehmen in dieser weltanschaulichen Debatte auch kein Blatt vor den Mund, wenn es gilt, den kleinbürgerlichen Pazifismus zu kritisieren. Aus ganzem Herzen unterstützen wir Befreiungskämpfe, wie sie das kurdische und das palästinensische Volk führen, und lehnen deren Bevormung ab.