Ukraine

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Als die Rote Armee kam, war Schluss mit dem Töten

Vor ein paar Tagen feierten wir den 90. Geburtstag eines früheren Krupp-Kollegen. Natürlich war auch der Ukraine-Krieg ein Thema. Es entspann sich eine lebhafte Diskussion.

Von einem Korrespondenten

Man muss diese Kriegsverbrechen anprangern und gleichzeitig der psychologischen Kriegsführung der westlichen Imperialisten entgegentreten. Auf keinen Fall, so ein weiterer Geburtstagsgast, dürfe man zulassen, dass Stimmung bis hin zum Hass gegen russische Menschen erzeugt werde.

 

An dieser Stelle griff unser Jubilar ein. Er habe als Junge in Stettin am Ende des II. Weltkrieges eine ähnliche Situation erlebt, wie sie jetzt in der Ukraine herrsche. Flucht, Zerstörung und Tote auf den Straßen. Doch als die Rote Armee Stettin erobert hatte, war Schluss mit weiterer Zerstörung, Unterdrückung und dem Töten. In seiner Erinnerung sei innerhalb von ca. einer Woche ein geordnetes Leben zurückgekehrt. Soweit das eben unter dem Mangel an allen lebensnotwendigen Dingen möglich gewesen sei. Dieser Mangel habe aber für alle gleichermaßen gegolten, auch für die Rote Armee einschließlich ihrer Offiziere.

 

Und als ein Soldat der Roten Armee eine Frau vergewaltigt habe, sei er innerhalb weniger Tage vom Militärgericht der Roten Armee zum Tode verurteilt und hingerichtet worden - auch, weil es um die Ehre der Roten Armee ginge, wie ihnen damals gesagt wurde. Die heutige Staats- und Armeeführung Russlands sei ja wohl Lichtjahre von solch einer Haltung entfernt! Sie setze Gräueltaten offensichtlich als Bestandteil der Kriegsführung ein und habe sie damit voll zu verantworten. Nicht aber die russische Bevölkerung, die werde von ihrer Regierung ja auch brutal behandelt. Das müssten wir uns immer wieder klar machen.

 

Wir dürften es nicht zulassen, dass erneut Hass gegen andere Völker erzeugt wird, dass mit immer mehr Waffen der Krieg immer weiter eskaliert und dass der „kleine Mann“ die Zeche zahlt.