Ostermarsch in Köln

Ostermarsch in Köln

Arbeiterband Gehörwäsche begeisterte die Teilnehmer

Mit 500 Teilnehmern gingen wesentlich mehr Menschen zum Ostermarsch in Köln auf die Straße als in den letzten Jahren.

Korrespondenz
Arbeiterband Gehörwäsche begeisterte die Teilnehmer
Ostermarsch Köln 2022 (rf-foto)

Zwar waren die älteren Jahrgänge noch in der deutlichen Überzahl, es waren aber auch ein paar kleinere Gruppen Jugendlicher dabei, u.a. welche mit einer SDAJ-Fahne und andere mit T-Shirts mit Greenpeace-Emblemen. Die MLPD war als einzige Partei mit ihrer Fahne und einem Transparent erkennbar. Einige IG-Metaller waren mit ihren Fahnen dabei, auch Courage-Frauen gut sichtbar. In Gesprächen und mit Flugblättern gaben sich auch Mitglieder von SAV, Arbeiterbund für den Wiederaufbau der KPD und Antifa zu erkennen, auch Freidenker waren dabei. Die meisten Fahnen wurden von der DFG-VK (Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigung der Kriegsdienstgegner) und der VVN (Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes) getragen.

 

Lieder von Ford-Arbeiterinnen und Arbeitern der Gruppe Gehörwäsche, die mitten im Demozug mitgingen, begeisterten viele. Sie wurden eifrig gefilmt, sie erhielten auch Beifall für Kurzreden, u.a. gegen die Diffamierungsversuche des FDP-Politikers Lambsdorff gegen die Ostermärsche als angebliche „Fünfte Kolonne" Putins. Auch die Moderatoren der Demo bedankten sich über das Mikro ausdrücklich für die kämpferischen Lieder der Band. Die offiziellen Redebeiträge griffen die Diffamierung durch den FDP-Abgeordneten Graf Lambsdoff auch an und positionierten sich ganz klar sowohl gegen den völkerrechtswidrigen Angriff Russlands als auch gegen die Kriegstreiberei und Aufrüstung der NATO und der Bundesregierung, oft aber verbunden mit pazifistischen Vorstellungen wie Förderung zivilen Ungehorsams gegen den Krieg. Auffallend war in einigen Reden auch die Verbindung des Kampfes gegen die Zerstörung der Umwelt und gegen die Gefahr eines Weltkrieges.

 

Den Aufruf des Internationalistischen Bündnisse nahmen viele Teilnehmer, 26 unterschrieben ihn, davon neun öffentlich. Einige Jugendliche möchten eingeladen werden und interessieren sich für die Widerstandsgruppe von MLPD und REBELL. In verschiedenen Gesprächen äußerten sich Teilnehmer besorgt, dass sich zu viele Menschen von der Meinungsmanipulation der bürgerlichen Medien zu stark beeinflussen lassen. Dazu passte die Literatur, die die MLPD dabei hatte, gut.