Gera

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Gemeinsame Ostermarschaktion für den Frieden

Mit einer Plakatierungsaktion in der Innenstadt und in verschiedenen Ortsteilen ruft das Friedensbündnis Gera zum Ostermarsch auf. Auf den von vielen Menschen gelesenen Plakaten heißt es: „Gemeinsam gegen Aufrüstung, Kriegspolitik und die Gefahr eines Dritten Weltkrieges!“ Darunter: „Abzug russischer Truppen - Keine NATO in die Ukraine!“

Korrespondenz

Aufgerufen wird zu einer Kundgebung, am Samstag, den 16. April, um 10 Uhr, vor dem Kultur- und Kongresszentrum (KuK) und zu eine anschließende Demonstration durch die Innenstadt. Da in Gera inzwischen von verschiedenen Kräften zum Ostermarsch aufgerufen wird, hat man sich auf eine gemeinsame Kundgebung des Friedensbündnisses Gera und dem Ostermarsch-Bündnis Thüringen geeinigt. Es gibt verschiedene Redebeiträge von Vertretern des Friedensbündnis, von einem Freundeskreis Flüchtlingssolidarität, der Goethe-Gesellschaft, der MLPD, der Linkspartei, dem Jugendverband REBELL und einer Reihe von Einzelpersonen.

 

Das Friedensbündnis Gera verurteilt nicht nur den völkerrechtswidrigen Angriff des neuimperialistischen Russland auf die Ukraine, sondern lehnt auch die provokative Ausweitung der NATO mit forcierter Stationierung von Truppen und Angriffswaffen an der Grenze Russlands ab. Auch das von der Linkspartei initiierte Ostermarsch-Bündnis Thüringen lehnt die verstärkte Aufrüstung der NATO ab, bezeichnet diese jedoch als „Verteidigungsbündnis“ und appelliert, dass es „deeskalierend wirken soll.“ Das verkennt völlig den imperialistischen Charakter der unter Führung der Supermacht USA stehenden NATO und den Übergang zu einer, von der Bundesregierung mitgetragenen, aggressiven kriegstreiberischen Politik. Nachdem Kräfte aus der Linkspartei in der Vergangenheit einseitig nur die USA kritisierten, passen sich diese jetzt zum Teil der sozialchauvinistischen Politik der Ampel-Koalition an.

 

Bodo Ramelow hat am 3. März auf einer Kundgebung in Gera offen gefordert: „Jetzt muss militärisch gehandelt werden“. Das stößt bei vielen ehrlichen Friedenskräften auf Widerspruch. Ein Dritter Weltkrieg kann nicht durch Appelle an die NATO und die Bundesregierung verhindert werden. Notwendig ist der Aufbau einer internationalen neuen Friedensbewegung und der aktive Widerstand der Arbeiter und aller friedliebenden Menschen. Dieser muss sich gegen jede imperialistische Aggression richten.