Argument

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Träumt weiter! Jetzt ist Problem-LÖSUNG angesagt

Vor Kurzem veröffentlichte der „Tagesspiegel“ den Artikel: "Tipps für Eltern und Lehrer - Vom Umgang mit der Angst vor dem Krieg".

Von cj

Darin schreiben sie unter anderem: "Außerdem raten die Autorinnen zur Stärkung von Resilienz, also der Stärkung von Widerstandsfähigkeit in Krisen. Zentrales Element dabei seien Optimismus, Akzeptanz, Lösungsorientierung und das Wissen, dass man im sozialen Netz Unterstützung finden kann.

 

So könne man sich gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen unter anderem folgende Fragen stellen: Was gibt es in meinem Leben, das gut ist? Wofür bin ich dankbar? Wem geht es ähnlich wie mir? Wer kann mich unterstützen und wen kann ich unterstützen? Was muss ich akzeptieren, wie es ist? Was kann ich tun, in welchem Bereich bin ich handlungsfähig?"¹

 

Die Kindern und Jugendlichen sollen also die Hoffnung auf eine lebenswerte Zukunft und die Rebellion gegen Armut, Umweltzerstörung und Krieg einfach aufgeben und stattdessen "dankbar sein" für das, was sie haben, und in Selbstbeschäftigung versinken.

 

Die Imperialisten, Kapitalisten und Monopole wären den Jugendlichen und Kindern sehr dankbar, wenn sie ihre Umweltzerstörung und Kriegstreiberei ohne Widerstand weiterführen könnten, bis die Welt irgendwann untergeht.

 

Träumt weiter! Die Jugend will mal alt werden können - und das in einer lebenswerten Welt. Wir haben alle im Geschichtsunterricht Dokumentarfilme wie "Holocaust - Die Lüge von den ahnungslosen Deutschen" geschaut und gelernt, dass es damals falsch war, wegzuschauen.

 

Heute haben wir keinen Faschismus in Deutschland, aber eine Situation, in der sämtliche Regierungen ihre Politik auf die Vorbereitung eines Dritten Weltkriegs umgestellt haben.²

 

Jetzt ist nicht die Zeit, in Video-Spielen oder Netflix-Serien zu versinken, sondern Problem-LÖSUNG ist angesagt. Dafür müssen wir eine neue antiimperialistische Friedensbewegung aufbauen und DU solltest Teil davon werden.

 

Mehr dazu hier auf der Website des Internationalistischen Bündnisses

Die „Resilienz“-Empfehlung – warum gerade jetzt?

Es ist kein Zufall, dass die Resilienz-Theorie gerade jetzt wieder verstärkt auf den Tisch kommt. Zu Unrecht genießt sie ihr pseudo-fortschrittliches Image. Familien- und Pädagogik-Ratgeber sind voll davon. Google behauptet Resilienz sei die „Fähigkeit, schwierige Lebenssituationen ohne anhaltende Beeinträchtigung zu überstehen“. Was für ein Hirngespinst – das kann doch niemals Realität werden! Wenn ich meine Miete nicht zahlen kann, gesundes Essen zu teuer ist oder irgendein Imperialist Bomben auf mein Haus wirft, dann hilft mir keine Resilienz mit ihrer Besinnung auf die guten Dinge im Leben diese „schwierige Lebenssituationen ohne anhaltende Schäden zu überstehen“. Ihr einziges Motiv ist es, die Leute vom Kämpfen abzuhalten.

 

Song-Tipp zum Thema: "Mittelmeer" von Mal Élevé, in dem es unter anderem heißt:

"Wir stehen da, wie gelähmt

Doch wenn wir nichts unternehmen

Was soll'n wir dann später den Kindern erzähl'n?

Wir hätten es nicht geseh'n?

Sie werden es nicht versteh'n

Und sie werden uns nicht glauben

Weil es nicht stimmt, also macht was dagegen!"