Berlin

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Antrag auf Verstümmelung des sowjetischen Ehrenmals zurückgewiesen

Vergangene Woche stellte im Berliner Senat die CDU-Abgeordnete Stefanie Bung den absurden Antrag, die Panzer der roten Armee als Bestandteil des sowjetischen Ehrenmals am Tiergarten anlässlich der Befreiung Berlins vom Hitlerfaschismus aus dem Stadtbild zu entfernen.

Von jz

„Heute stünden die Geschütze in Tiergarten nicht mehr nur für die Befreiung Deutschlands und Europas vom Nazi-Faschismus durch die Sowjetunion, sondern sie würden zu Symbolen der aggressiven und territoriale Grenzen und Menschenleben missachtenden Kriegsführung des Putin-Regimes“. Dabei gesteht Frau Bung der Roten Armee zu, dass sie einen „wesentlichen Beitrag zur Befreiung vom Nazi-Regime geleistet habe.“

 

Das Gedenken an die Befreiung Deutschlands und Berlins vom Hitlerfaschismus ist in Verbindung mit dem sowjetischen Ehrenmal in der Berliner Bevölkerung fest verankert. Jahr für Jahr ist es ein bedeutender Anziehungspunkt für tausende Touristen aus aller Welt. Allein bei der Erstürmung Berlins haben ca. 80.000 sowjetische Soldaten ihr Leben geopfert. Trotz ihrer Relativierung in der Begründung liegt der Antrag Bunges auf der Welle plumper Versuche antikommunistischer Geschichtsfälscher, die Armee Putins mit der Armee Stalins auf eine Stufe zu stellen. Reaktionäre Kreise träumen auch in Deutschland von der Durchsetzung eines Verbots des Zeigens jeglicher kommunistischer Symbole in der Öffentlichkeit, ähnlich wie es schon seit 2015 in der Ukraine besteht.

 

Nicht trotz, sondern gerade wegen dem Aggressionskrieg Putins ist die Bedeutung des sowjetischen Ehrenmals zum jetzigen Zeitpunkt nicht hoch genug einzuschätzen. Das Ehrenmal mit den Panzern der roten Armee symbolisiert den grundsätzlichen Unterschied zwischen dem menschenverachtenden Charakter der russischen imperialistischen Armee Putins und dem proletarischen Charakter der Befreiungsarmee der damaligen sozialistischen Sowjetunion.

 

Es ist zu begrüßen, wenn der Antrag von Stefanie Bunge von der Grünen-Politikerin Bettina Jarasch abgelehnt wurde: „Hier geht es um das Gedenken der Toten des Zweiten Weltkriegs, in dem aufseiten der Roten Armee Soldaten vieler Nationalitäten der Sowjetunion, darunter etliche russische und ukrainische, im Kampf gegen das Nazi-Regime starben."

 

In der sozialistischen Sowjetunion hatte die Ukraine alle Rechte im Rahmen des freiwilligen Zusammenschlusses einschließlich des Rechts auf Lostrennung. Es ist die Pflicht der Kommunisten, so Stalin damals, die eigenständige Kultur der Ukraine zu entwickeln. Heute überfällt das neuimperialistische Russland die Ukraine und führt einen blutigen Krieg gegen die Menschen dort - das komplette Gegenteil der Nationalitätenpolitik der sozialistischen Sowjetunion gegenüber der Ukraine. Das sowjetische Ehrenmal steht für den proletarischen Internationalismus und den Sozialismus. Jeder Versuch, es in Zweifel zu ziehen oder gar zu verstümmeln, wird von der MLPD entschieden zurückgewiesen.

 

Gib Antikommunismus keine Chance!