1. Mai

1. Mai

Essen: Intensiv für den 8. Mai geworben

Die Beteiligung an der ersten DGB-Demo nach zwei Jahren war wieder um einiges größer als zuvor.

Korrespondenz
Essen: Intensiv für den 8. Mai geworben
Gabi Fechtner, Vorsitzende der MLPD, am offenen Mikrofon im Block des Internationalistischen Bündnisses (rf-foto)

Etwa 1000 Menschen nahmen an der Demo teil und am Kundgebungsplatz rund 1800. Das Bedürfnis, zu demonstrieren, war groß. Wie die Situation zu bewerten ist, darüber gingen die Meinungen weit auseinander. So waren unter den Teilnehmern von SPD, Grünen und auch Linkspartei sowie ihren Jugendorganisationen viele, die den Regierungskurs verteidigten. Gleichzeitig zeigte die Ablehnung einer Diskussion darüber die offene Krise des Opportunismus. Offensichtlich ist ihnen bewusst, dass sie keine überzeugenden Argumente haben.

 

Einzelne lehnen das bewusst ab und befassen sich ernsthaft mit der MLPD, begrüßen unseren klaren Kurs zum Krieg, kauften Literatur und trugen sich in die Listen ein.

 

Im offene Block des Internationalistischen Bündnisses hörte man neben den Parolen und Trommlern des REBELL viele Argumente zur akuten Gefahr eines Dritten Weltkriegs und aus den Betrieben. Wir warben intensiv für den 8. Mai und mehrere migrantische Organisationen wollen teilnehmen.

 

Als die Polizei die kurdischen Fahnen der YPG/YPJ verbieten wollte, wurden diese kurzerhand von anderen Teilnehmern übernommen, worauf die Polizei sich nicht einzugreifen traute. Von den Rednern auf der Bühne sprach die Gewerkschaftsjugend am konkretesten die Lage in den Betrieben an: Insbesondere die Überlastung an den Kliniken, in der Pflege und in den sozialen Berufen. Der Erzwingungsstreik für einen Entlastungs-Tarifvertrag an den NRW-Unikliniken wurde begrüßt. Gewerkschafter der GEW und ver.di waren stark vertreten.