Pressemitteilung der MLPD: "Dann sind wir endlich komplett"

Pressemitteilung der MLPD: "Dann sind wir endlich komplett"

Gelsenkirchen: Neben die Lenin-Statue kommt am 26. August eine Karl Marx-Statue

Im Juni 2020 sorgte die Aufstellung der einzigen Lenin-Statue in Westdeutschland durch die MLPD in Gelsenkirchen für große öffentliche Aufmerksamkeit und eine polarisierte Debatte.

Im Juni 2020 sorgte die Aufstellung der einzigen Lenin-Statue in Westdeutschland durch die MLPD in Gelsenkirchen für große öffentliche Aufmerksamkeit und eine polarisierte Debatte. Am Nachmittag des 26. August 2022 wird nun direkt daneben vor der Parteizentrale der MLPD eine Marx-Statue aufgestellt. Das soll ein Höhepunkt der 40-Jahr-Feier der MLPD werden, die vom 26. bis 28. August in Gelsenkirchen stattfinden wird. „Dann sind wir endlich komplett", so zitierte die überregionale Ausgabe der WAZ die Parteivorsitzende der MLPD, Gabi Fechtner.

 

Gabi Fechtner erläutert: „Wir hatten schon bei der Aufstellung der Lenin-Statue auch die Aufstellung einer Marx-Statue geplant, denn Marx und Lenin sind die beiden Namensgeber unserer Partei. Ihre Aufstellung hat in der Situation einer offenen Weltkrise eine klare Botschaft: Es war Karl Marx, der erstmals die Ursachen der verschiedensten modernen gesellschaftlichen Krisenerscheinungen im kapitalistischen Gesellschaftssystem enthüllte und den wissenschaftlichen Sozialismus als gesellschaftliche Alternative entwickelte.

 

Angesichts der akuten Gefahr eines Dritten Weltkriegs erhalten auch seine Worte gegen kapitalistische Kriege neue Aktualität. Er wies darauf hin, dass nur eine internationale sozialistische Revolution das 'internationale Prinzip des Friedens' etablieren kann, weil dann 'bei jeder Nation dasselbe Prinzip herrscht', die Befreiung von kapitalistischer Ausbeutung und Unterdrückung."

 

Die MLPD will mit der Aufstellung der Statue ein weiteres Statement gegen den Antikommunismus machen. „Der Antikommunismus ist Staatsreligion in Deutschland, aber tief in der Krise. Das zeigte sich schon, als Karl Marx 2013 in einer großen ZDF-Fernseh-Umfrage mit über 500.000 Stimmen auf Platz drei der größten Deutschen gewählt wurde. Bei einer BBC-Umfrage wurde er 2010 sogar zum 'Mann des Jahrtausends' gewählt. Es ist an der Zeit, sich ohne antikommunistische Scheuklappen mit der Person, dem Werk und den Lehren dieses Begründers des wissenschaftlichen Sozialismus zu beschäftigen", so Gabi Fechtner.

 

Die Marx-Statue wird vom Karlsruher Künstler Rainer Günther geschaffen, der bei dem berühmten Bildhauer Alfred Hrdlicka gelernt hat.