JuSo-Vorsitzende

JuSo-Vorsitzende

Kein Bock, den Krieg zu verstehen!?

„Wir sind heute in einer neuen Welt aufgewacht. Und ich weiß, diese Erkenntnis ist verdammt bitter, tut extrem weh und ehrlich gesagt, ich hab kein Bock, sie zu verstehen.“ Das sagte Jessi Rosenthal, Vorsitzende der JuSos, in einem Instagram-Video, als Putin den Ukraine-Krieg startete.

Jugendkorrespondenz

Auch auf manchen Ostermärschen war zu hören, wer jetzt nach Gründen für den Krieg sucht, würde die Kriegstreiber unterstützen, weil man „jetzt sofort handeln müsse“ und sich nicht von „Schuldzuweisungen“ aufhalten lassen dürfe.

 

Was für ein Pragmatismus! Bloß nicht mit den Gesetzmäßigkeiten der imperialistischen Kriegstreiberei beschäftigen. Das ist eh viel zu kompliziert und die Jugend blickt nicht durch. Aber zum Kämpfen (bzw. Sterben) in der Bundeswehr ist die Jugend dann doch wieder gut genug? Schließlich will man in der „bitteren“ Situation helfen, wo man kann. Jessi Rosenthal, übrigens auch Mitglied im SPD-Parteivorstand und im Vorstand der Bonner SPD, lässt die Jugend ins offene Messer laufen. Will sie uns ernsthaft vormachen, sie habe keine Einschätzung über die Situation, weil „kein Bock“? Wäre das so, könnte man sie wenigstens für naiv oder dumm halten. Aber als Vorsitzende der JuSos und Mitglied des SPD-Parteivorstandes keine Analyse über die Lage zu haben, ist ja wohl ein Hohn!

 

Jessi Rosenthal weiß genau, was sie macht: „pragmatisch“ muss jetzt angepackt werden und man ist von der lästigen Aufgabe befreit, zu verstehen, wie es zu diesem Krieg kommen konnte, der die akute Gefahr eines 3. Weltkrieges beinhaltet. Während die Leute sich also nur noch mit konkreten Lösungs- und Nebenfragen beschäftigen, treiben die Monopole und ihre Regierungen den wirtschaftlichen Vernichtungskampf auf’s Äußerste weiter voran und ein dritter Weltkrieg wird aktiv vorbereitet.

 

Wer der Kriegspropaganda der Herrschenden nicht auf den Leim gehen will, muss sich selbständig orientieren können! Klar, da muss man sich auch mal durchbeißen. Aber mit Ruhe und Geduld können auch Jugendliche verstehen, was Imperialismus ist, um Schlussfolgerungen zu ziehen, wie man ihn bekämpft. Aber genau das will Jessi Rosenthal ja vermeiden.