Griechenland

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Schwerer Arbeitsunfall auf einem Schiff im Containerterminal von Cosco

Ein 37-jähriger Hafenarbeiter wurde gestern in den frühen Morgenstunden bei einem "Arbeitsunfall" im Hafen von Piräus schwer verletzt worden. Die Hafenarbeiter in seiner Schicht legten sofort die Arbeit nieder.

Iordanis Georgiou
Schwerer Arbeitsunfall auf einem Schiff im Containerterminal von Cosco
Streikversammlung der Cosco-Arbeiter am 28. April 2022

Auch die darauffolgende Schicht hat die Arbeit nicht aufgenommen. Die Hafenarbeiter veranstalteten sofort eine Protestkundgebung vor dem Ministerium für Schifffahrt und fordern ein sofortiges Treffen mit Schifffahrtsminister G. Plakiotakis für Maßnahmen zum Schutz ihres Lebens und ihrer Sicherheit. Der Unfall ereignete sich auf dem Containerterminal von Cosco. Das Geländer brach bei Arbeiten an einem Cosco-Schiff, das unter der Flagge von Hongkong fährt. Der Arbeiter fiel aus 12 Meter Höhe und verletzte sich lebensgefährlich.

 

Gestern Vormittag fand auch die geplante Massenversammlung der Hafenarbeiter der Cosco-Piers II und III statt. Es wurde beschlossen, die Arbeitsniederlegung bis Mitternacht fortzusetzen und am 1. und 2. Mai erneut in den Streik zu treten. Die Arbeiter setzen entschlossen ihren Kampf für die Unterzeichnung eines Tarifvertrags und für Maßnahmen zum Schutz ihres Lebens fort, damit nicht wieder Arbeitsunfälle wegen der gefährlichen Arbeitsbedingungen passieren. Für Cosco zählt nur die Steigerung seines Profits, der wahnsinnig in die Höhe schießt.

 

Markos Bekris, Vorsitzender der Gewerkschaft ENEDEP, sagte auf der Generalversammlung, dass dieser seit 13 Jahren andauernde Schlamassel mit toten, verkrüppelten Kollegen und Berufskrankheiten aufhören müsse. Er sagte auch, dass der Hafen am 6. Mai, dem Stichtag, an dem Cosco seinen endgültigen Vorschlag vorlegen muss, nicht wieder geöffnet wird, wenn nicht den gerechten Forderungen der Arbeiter zugestimmt wird.