Albstadt
1. Mai im Zeichen des Kampfs gegen die Weltkriegsgefahr
Am 30. April hatte die MLPD im Zollernalbkreis zur 1. Mai-Feier eingeladen – nach zwei Jahren, in denen der 1. Mai als Kampftag auf der Straße verteidigt wurde, aber Corona-bedingt keine Feiern möglich waren.
20 Besucher kamen und es war ein Novum, dass nach der eindringlichen Rede der Kreisvorsitzenden Renate Schmidt das Diskussionsbedürfnis so groß war, dass eine Aussprache erfolgte. Einer von vielen Diskussionspunkten war, dass der Kampf gegen die Weltkriegsgefahr unbedingt auf die 1. Mai-Feier des DGB gehört, weil es derzeit eine Kernfrage in der Entwicklung des Klassenbewusstseins ist, dass die Arbeiterklasse die führende Kraft gegen alle imperialistischen Kriegstreiber ist.
Auch beim Verteilen des Mai-Aufrufs mit der aktuellen Erklärung des ZK vor Betrieben zeigte sich viel Nachdenklichkeit. Viele Arbeiter haben ein ungutes Gefühl, was da abläuft, sind zugleich noch zurückhaltend selbst aktiv zu werden.
Zum ersten Mal seit Jahrzehnten fand eine Kundgebung des DGB zum 1. Mai im Zollernalbkreis in Balingen statt. 70 Teilnehmer waren ein guter Anfang dafür, den 1. Mai als Kampftag zu beleben. Die MLPD war mit ihren 1. Mai-Plakaten, Mai-Aufrufen, Rote-Fahne-Magazinen und Büchern mitten drin und warb besonders für die Demonstration von Essen nach Gelsenkirchen am 8. Mai.