Polen

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Gewerkschaftsverband OPZZ organisiert landesweit 38 Demonstrationen und Kundgebungen

Der größte polnische Gewerkschaftsverband OPZZ organisierte im Land 38 Kundgebungen und Demonstrationen unter dem Motto "Frieden, Arbeit, Sicherheit!" und positionierte sich dabei klar gegen den Ukraine-Krieg.

Von tt
Gewerkschaftsverband OPZZ organisiert landesweit 38 Demonstrationen und Kundgebungen

Der größte polnische Gewerkschaftsverband OPZZ organisierte im Land 38 Kundgebungen und Demonstrationen unter dem Motto "Frieden, Arbeit, Sicherheit!" und positionierte sich dabei klar gegen den Ukraine-Krieg. Auf seiner Homepage heißt es: "Wir waren gegen den Krieg! Die Solidarität der Werktätigen ist eine Kraft, die jedem Übel und Unglück widerstehen kann: Krieg, Verlust der Heimat, Verlust des Arbeitsplatzes, Armut und Hoffnungslosigkeit. Das Leben der polnischen Arbeiter wird immer schlechter, die Lebenshaltungskosten steigen, die Gehälter reichen nicht." Forderungen sind "höheres Lohnwachstum (...), Verbesserung des Zugangs zur Gesundheitsversorgung, Verlängerung des Urlaubs auf 35 Tage, 35-Stunden-Woche und zwei freie Sonntage für die Sonntagsarbeit, effektive staatliche Überwachung der Arbeitsbedingungen, Verkürzung der Verfahrensdauer vor den Arbeitsgerichten."

 

In Warschau kamen ca. 2.000 Menschen. Ein Motto war „Lasst das große Kapital für die Krise bezahlen, nicht die Arbeiter“. Andrzej Radzikowski, Präsident des OPZZ , sagte in seiner Rede: "Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine fanden in polnischen Wohnungen Zuflucht. Auch die Gewerkschaften schlossen sich der Hilfsaktion an. Wir haben Erholungszentren und Büros für Flüchtlinge bereitgestellt. Wir sammeln Geld, das wir für den Kauf der notwendigsten Dinge für diejenigen ausgeben, die in der Ukraine geblieben sind. (...) Dies löst das Problem jedoch nicht. Dieser Krieg muss so schnell wie möglich beendet werden. (...) Wir sagen heute laut STOP WAR."

 

An einer von linken Organisationen initierten Demonstration in Warschau beteiligte sich auch die Organisation "Institut Karl Marx", die häufig Texte der MLPD und Resolutionen der revolutionären Weltorganisation ICOR übersetzt. Sie trat am 1. Mai erstmals eigenständig mit ihren neuen Fahnen auf - siehe Foto. Ein wichtiges Signal für den Zusammenschluss der Revolutionäre in Polen.