1. Mai in Heilbronn

1. Mai in Heilbronn

Jugendliche aktiv bei der 1.-Mai-Demo

800 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen nach Angaben des DGB Heilbronn zur Mai-Demo, die diesmal auf einer neuen Route durch die Innenstadt zum Gewerkschaftshaus führte.

Von einem Korrespondenten
Jugendliche aktiv bei der 1.-Mai-Demo
1.-Mai-Demonstration zum Gewerkschaftshaus in Heilbronn (rf-foto)

Es gab deutlich mehr junge Teilnehmer als bisher und eine große Aufgeschlossenheit für den „Aktiven Widerstand gegen die Weltkriegsgefahr“. Dies schlug sich im Verkauf des Rote Fahne Magazins und bei den Unterschriften für die neue Friedensbewegung nieder. Die Rotfüchse verkauften 50 Nelken.

 

Die Mairede hielt Andreas Harnack, Landesbezirksleiter der IG BAU. Er positionierte sich gegen das tägliche Kriegsgeheul und gegen das 100 Milliarden-Rüstungsprogramm der Regierung. Viel Beifall gab es für seine klaren Worte gegen Rassismus und Faschismus, in diesem Zusammenhang kritisierte er auch Selenskyj und den Botschafter der Ukraine in Deutschland. Er rief die anderen Kriege auf der Welt in Erinnerung, die aktuell in Vergessenheit gerieten, insbesondere den Angriff des türkischen Regimes auf die Kurden im Irak. Seine kämpferische Rede war verbunden mit Illusionen in einen Sozialstaat und eine Politik der Klassenzusammenarbeit, indem mehr Produkte wieder in Deutschland hergestellt werden.

 

Die Gewerkschaftsjugend der IG Metall gestaltete diesmal die Zwischenkundgebungen mit aktiver Beteiligung der Demonstranten. Eine junge Metallerin begründete den notwendigen Kampf für Lohnnachschlag und für die 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich, in Zusammenhang mit der Übernahme der Azubis entsprechend ihrer Ausbildung. Sie rief die Jugendlichen dazu auf, sich aktiv in der Gewerkschaft zu engagieren. Mit dem vielstimmigen Gesang der „Internationale“ traf der Demozug am Gewerkschaftshaus ein.