Berlin

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„Revolutionärer 1. Mai“ gegen imperialistischen Krieg

Es waren wieder 20.000 vor allem junge Menschen, die am Abend an der kämpferischen „Revolutionären 1. Mai-Demonstration“ teilnahmen.

Von Korrespondenz
„Revolutionärer 1. Mai“ gegen imperialistischen Krieg
Bild von der Demo (rf-foto)

 Unter dem Motto „Yallah Klassenkampf – No war but classwar!“ zogen sie von Neukölln nach Kreuzberg. In seinem Aufruf positioniert sich das linke Bündnis: „Als revolutionäre Linke verurteilen wir den Angriffskrieg Russlands, dessen Ziel die Aufrechterhaltung von Russlands Stellung als imperialistische Großmacht ist. Dieser Krieg ist das Ergebnis der imperialistischen Konkurrenz zwischen Russland und den NATO-Staaten und ist das Resultat der jahrzehntelangen Eskalationsspirale durch die NATO-Osterweiterung … .“

 

Der internationalistische und migrantische Block bildete die Spitze, es folgten ein anarchistischer und ein klassenkämpferischer Block. Hauptthema war der Kampf gegen Aufrüstung und Krieg. Redebeiträge, Transparente und Schilder verdeutlichten, dass Russland und die NATO die Kriegstreiber sind. Auch wandten sie sich gegen die Aufrüstung der Bundeswehr. Dagegen braucht es eine starke antimilitaristische Bewegung. Aber auch die enormen Preissteigerungen und die hohen Mieten wurden angesprochen. Neu war, dass schon vorher versucht wurde, die Demo unter dem Vorwand des Antisemitismus-Vorwurfs zu kriminalisieren, weil der palästinensische Befreiungskampf selbstverständlich dazu gehörte. Auch dieses Mal gab es Angriffe der Polizei auf die Demo, die Abschlusskundgebung wurde verhindert. Doch das war kein Vergleich zum letzten Jahr, wo die Demo noch in Neukölln von der Polizei aufgelöst worden war und es über 350 Festnahmen gab.

 

Die neu gegründete Ortsgruppe des Jugendverbands REBELL reihte sich zusammen mit Genossen der MLPD in den klassenkämpferischen Block ein. Unsere Fahnen waren nicht zu übersehen. Was uns allerdings fehlte, waren neue, gegen die Weltkriegsgefahr gerichtete, eingängige Sprechchöre. Toll wäre im nächsten Jahr ein rebellischer Jugendblock.

 


Hier ist die Pressemitteilung des Bündnisses „Revolutionärer 1. Mai“

 

Hier redet der Sprecher des Bündnisses Martin Suchanek