Einsatz an einer Berufsschule in Oberhausen

Einsatz an einer Berufsschule in Oberhausen

Auffällig war die große Ernsthaftigkeit der Jugendlichen

Am Freitag waren wir in Oberhausen vor einer Berufsschule, um Jugendliche für die Widerstandsgruppen des Jugendverbands REBELL und der MLPD zu gewinnen. Vorher haben wir uns kurz besonders geschult, was unser Ziel ist. Viele wollen noch nicht selbst aktiv werden. Genau das müssen wir herausfordern. Es kommt auf jeden und jede an.

Korrespondenz

So haben wir auch argumentiert, dass wir noch am Anfang stehen und viele noch nicht verstehen, dass wir jetzt den aktiven Widerstand aufbauen müssen. Wir sprachen so an: „Machst du auch mit bei den Widerstandsgruppen gegen die akute Weltkriegsgefahr?“

 

Das kam bei den Jugendlichen richtig gut an, die ihre Pause gerne nutzten, um mit uns zu diskutieren. Die Offenheit war sehr groß. Aus anderen Erfahrungen vor Berufsschulen wollten wir mindestens fünf Jugendliche für die Widerstandsgruppen gewinnen. So viel vorweg: Es waren nach einer halben Stunde Einsatz mehr als 15!

 

Auffällig war die große Ernsthaftigkeit der Jugendlichen. Sie beschäftigen sich viel mit der Situation in der Ukraine. Zwei Jugendliche aus Guinea kritisierten, dass sie als Flüchtlinge diskriminiert werden. Auch den Rassismus in der Ukraine griffen sie an.

 

Als ich eine Gruppe Jugendliche wie üblich ansprach, antwortete einer direkt: „Ich ziehe in den Krieg, ich habe schon bei Fortnite geübt.“ Ich fragte ihn, ob er wirklich im Krieg sterben will und das richtig findet. Da hat er sich sofort von seinem „Witz“ distanziert. Die Gruppe taute in der Diskussion richtig auf. Da kamen auch viele Fragen auf: Z. B. was die Menschen in der Ukraine gegen den Krieg machen können; wie es hilft, wenn wir demonstrieren und ob das etwas bringt usw. Der Kampf der Arbeiter gegen imperialistische Kriege wie im I. und II. Weltkrieg und heute hat sie auch überzeugt. Die meisten der Gruppe trugen sich ein und kamen dafür sogar zu spät zum Unterricht. Am Schluss hat sich einer aus der Gruppe eingetragen, weil seine Kumpels ihn überzeugt hatten.