Bergkamen

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BergAUF protestiert gegen Stand der Bundeswehr bei Ausbildungsmesse

Die Fraktion des Bergkamener Personenwahlbündnisses BergAUF - Alternativ - Unabhängig - Fortschrittlich - hat unter der Überschrift "BergAUF protestiert gegen den Stand der Bundeswehr bei Ausbildungsmesse" eine Mitteilung für Presse und Öffentlichkeit herausgegeben.

Pressemitteilung

Bei der Ausbildungsmesse am 18.5.22 auf dem Gelände des FAKT Campus ist auch ein Stand der Bundeswehr angekündigt – dagegen protestieren wir entschieden!

 

Die Bundeswehr wirbt, sie würde „jedem Talent die passenden Möglichkeiten“ bieten. (https://www.karrierekaserne.de/elternbereich). Ausbildung und Einsatz im Kriegsdienst ist aber keine Talentförderung! Bereits jetzt erkranken ca. 200 Soldaten jährlich an posttraumatischer Belastungsstörung. (Quelle: https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2021-03/bundeswehr-posttraumatische-belastungsstoerung-ptbs-soldaten-ausland-einsatz) Die Bundeswehr ist bereits an der Ausbildung ukrainischer Soldaten beteiligt, und soll mit über 100 Mrd. € aufgerüstet werden – das verfolgt den Plan, dass auch die Bundeswehr in einem zu befürchtenden III. Weltkrieg mit „neuen, starken Fähigkeiten“(Olaf Scholz) mitmischt.

 

Die Hinterlassenschaften in Afghanistan, aber auch den Ländern Ex-Jugoslawiens, zeigen, der Einsatz der Bundeswehr bringt den Menschen nicht Freiheit und Demokratie. Deswegen fordern wir nach unserem Protest in der gestrigen Ratssitzung erneut von den Veranstaltern (Regionale Unternehmen, Jobcenter Kreis Unna, Agentur für Arbeit Hamm, Multikulturelles Forum und Stadt Bergkamen), den Stand der Bundeswehr abzusagen. Es müssen in Industrie, Handel, Handwerk, sozialen Berufen und Verwaltung deutlich mehr Ausbildungsplätze geschaffen werden – die Verpflichtung bei der Bundeswehr ist daraus kein Ausweg für die Jugend!

 

Claudia Schewior
Fraktionsvorsitzende
bergauf-fraktion@bergkamen.de