Landtagswahl NRW
Krieg - darüber muss man auch mit Kindern ehrlich sprechen
Am Freitag, den 29. April, gab es einen kurzen Telefonanruf im Kreisbüro Düsseldorf. Ein Vater aus Solingen-Ohligs beschwerte sich heftig über unsere Plakate rund um eine Grundschule mit dem Thema „Aktiver Widerstand gegen einen 3. Weltkrieg“.
Seine Tochter sei von der Klassenlehrerin weinend und einem Nervenzusammenbruch nahe nach Hause gebracht worden. Er habe auch mit anderen Eltern gesprochen. Viele seien der Meinung: ‚Rund um eine Grundschule dürfe man keine Plakate mit der Warnung vor einem 3. Weltkrieg aufhängen.“
Er war sehr aufgeregt und nervös, wollte aber nicht seinen Namen und den der Grundschule in Ohligs nennen! Er ließ mich kaum zu Wort kommen.
Meine Meinung ist: Wir könnten zwar mit unseren Plakaten die Kinder verschonen. Aber die Bomben werden sie nicht verschonen. Das sieht man derzeit täglich in den Berichten aus dem Krieg in der Ukraine – in den Kriegen in Syrien, Libyen, Kurdistan… . Darum müssen meines Erachtens die Plakate bleiben. Denn sie sollen gerade die Menschen aufrütteln und aufwühlen gegen die Gefahr eines Dritten Weltkriegs - und sie damit zum aktiven Widerstand dagegen herausfordern. Darüber muss man auch mit den Kindern ehrlich sprechen. Das ist eine bittere Wahrheit. Aber es ist wahr.