8. Mai in Essen / Gelsenkirchen

8. Mai in Essen / Gelsenkirchen

Schweigen im Blätterwald über den fulminanten Start der neuen Friedensbewegung

Über (fast) jede Aktivität am 8. Mai 2022 berichten die bürgerlichen Medien: 250 Leute in Dortmund? Großer Bericht mit Foto. Ansprache von Kanzler Scholz? Nachricht Nr. 1!

Oder heute im Westdeutschen Rundfunk: Ein fetter Bericht über Aktionen pro russischer Regierung auf der einen, pro ukrainischer Regierung auf der anderen Seite.

 

Wenn aber 1500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, angereist aus allen Bundesländern und auch aus dem Ausland, gegen Russlands Angriffskrieg UND gegen die NATO bzw. die Kriegspolitik der Regierung auf die Straße gehen, kommt KEIN EINZIGES WORT, geschweige denn Bild, in den bürgerlichen Medien. Das gilt auch für die gemeinhin als "links" angesehenen Zeitungen wie Junge Welt oder "ND". Und das trotz mehrere Pressemitteilungen, über 40 Telefonaten und der Anwesenheit von Journalisten. Peinlich berührt wirkt diese Stille, und ängstlich.

 

Denn die klare Haltung, die am 8. Mai im Ruhrgebiet vom Internationalistischen Bündnis und von 24 Organisationen gezeigt wurde – aktiven Widerstand gegen alle imperialistischen Kriegstreiber zu leisten – die würde wohl nicht nur die Menschen am Straßenrand überzeugen. Kein Wort darüber zu bringen, das nennt man Zensur! Und das von den Medien, die anderen Ländern tagtäglich Zensur vorwerfen. Das zeigt, wie wichtig die Forderung nach freiem Zugang zu den Massenmedien für Marxisten-Leninisten und friedenspolitische Positionen gegen die manipulierte Kriegsberichterstattung ist!

 

Aber: Das Unterholz erobert den Wald – so oder so!