9. Mai 2018

9. Mai 2018

Vier Jahre nach dem brutalen Polizeiüberfall in Ellwangen: Was ist aus den Flüchtlingen geworden?

Am 9. Mai 2018 organisierten die Flüchtlinge in der Stadt Ellwangen eine Massendemonstration aufgrund der brutalen Polizeirazzia in der Nacht vom 3. Mai 2018. Viele der Betroffenen waren traumatisiert, weil sie nicht genug getan hatten, und andere hatten das Land freiwillig verlassen.

Alassa Mfouapon
Vier Jahre nach dem brutalen Polizeiüberfall in Ellwangen: Was ist aus den Flüchtlingen geworden?
Demonstration "Jetzt reden wir" am 9. Mai 2018 in Ellwangen (rf-foto)

Alassa Mfouapon, Flüchtlingsaktivist und Organisator dieser Demonstration, wurde nach Italien abgeschoben. Nach seiner Rückkehr im Dezember 2018 nach Deutschland beschloss er, das Land Baden-Württemberg und die Polizeirazzia zu verklagen.

 

Dieser Prozess ist der längste Prozess, den ein Flüchtling gegen eine Regierung in Deutschland führen kann. Wir erinnern uns, dass Alassa Mfouapon im Februar 2020 am Verwaltungsgericht in Stuttgart den Prozess gegen die Polizei teilweise gewann. Er legte gegen die Entscheidung des Richters bezüglich der Unverletzbarkeit der Wohung Berufung ein. Die Berufung wurde im Februar 2022 in Mannheim weiterverfolgt, wo der Richter entschied, dass die Wohnung von Flüchtlinge gemäß Artikel 13 als Wohnung gilt, aber die Behauptung zurückwies, dass die Polizisten unfreiwillig in das Zimmer von Alassa Mfouapon eingedrungen waren. Das Überraschende an diesem Fall ist, dass eine Berufung eingelegt werden kann, die bis zum höchsten Gericht in Deutschland führen wird.

 

Alassa Mfouapon will es nicht dabei belassen und hat sofort Berufung eingelegt, weil er es für ungerecht hält, was die Flüchtlinge in Ellwangen im Jahr 2018 erlitten haben. Und das darf nicht ungestraft bleiben.