Treptower Ehrenmal

Treptower Ehrenmal

Würdiges Gedenken des Tags der Befreiung in Berlin

Am 8. Mai jährte sich zum 77. Mal die Befreiung vom Hitler-Faschismus. Deutschland wurde durch die Armeen der Anti-Hitler-Koalition befreit. Die entscheidende Kraft für diesen Sieg über den Faschismus und für die Beendigung des Zweiten Weltkriegs war die damals sozialistische Sowjetunion.

Korrespondenz aus Berlin

Bei strahlendem Sonnenschein organisierten die MLPD und ihr Jugendverband REBELL am 9. Mai gemeinsam mit dem Internationalistischen Bündnis eine Kundgebung und eine Gedenkfeier am Treptower Ehrenmal, das im Gedenken an dieses historische Ereignis errichtet wurde. 150 Menschen beteiligten sich zeitweise an der Kundgebung, darunter Vertreter der Umweltgewerkschaft, des Frauenverbands Courage, der Montagsdemo Berlin sowie Besucherinnen und Besucher aus dem In- und Ausland.

 

Im Gegensatz zu all den letzten Jahren, an denen zehntausende Besucher hauptsächlich aus den osteuropäischen Ländern diesen Tag wie ein Volksfest feierten, waren dieses Jahr auffällig weniger – nur einige tausend Gäste gekommen. Wochenlang vor dem Ereignis hatten die Polizei und die Medien eine Panikstimmung verbreitet, als ob es an diesem Tag zum Zusammenstoß zwischen Ukrainern und Russen kommen würde. Das Gegenteil war der Fall!

 

 

 

 

 

 

Darauf ging auch die Vertreterin der MLPD Berlin Süd-Ost, Barbara Riemer, in ihrer überzeugenden Rede ein: »Heute stehen wir wieder an einer Scheidelinie, denn es droht ein erneuter Weltkrieg! Notwendig ist deshalb der Aufbau einer neuen Friedensbewegung und aktiver Widerstand der Bevölkerung weltweit, um diese Gefahr zu bannen. Damals, 1945 haben ein sowjetischer, ein ukrainischer und ein georgischer Soldat die Siegesfahne gehisst als Ausdruck des gemeinsamen Kampfs und der Einheit der Sowjet-Völker.«

 

Ein Rebell russischer Abstammung (REBELL ist der Jugendverband der MLPD) prangerte an: »Ich bin heute hierher gekommen, um meinen Urgroßvater und meinen Großvater zu ehren, die beide aus tiefster Überzeugung im Krieg gegen Hitler-Deutschland kämpften. Es ist empörend, dass ihr Symbol, die Fahne des sowjetischen Volkes, von der deutschen Regierung verboten wurde.«

 

In vielen Diskussionen war vor allem die Rolle der NATO umstritten. „Sie müsse der Ukraine helfen“, sie sei ein „Friedensinstrument“. Manche Diskussionen waren sehr polarisiert. Es gab auch viele Diskussionen, in denen die Einheit mit unserer Unterschriftensammlung festgestellt wurde, gerade weil wir die NATO als imperialistisches aggressives Lager kennzeichnen. Wichtig war immer, dass der konkrete Aggressor Russland mit Putin ist, aber der Hauptkriegstreiber die USA mit der NATO. So unterschrieben einige Teilnehmerinnen und Teilnehmer und es wurde die Broschüre über die Neuimperialistischen Länder verkauft.

 

Auffällig war, dass wir viele längere Diskussionen hatten – Einheit war fast immer, dass die Kriegsgefahr groß ist, wir auf jeden Fall etwas tun müssen. Ein großer Trumpf mit viel Anziehungskraft war die Musikgruppe „Nümmes“ und nicht wenige blieben stehen, um das Lied „Ihr Herren der Kriege“ anzuhören oder das Einheitsfrontlied mitzusingen.