Webinar zur antiimperialistischen und antifaschistischen Einheitsfront

Webinar zur antiimperialistischen und antifaschistischen Einheitsfront

Beeindruckende Botschaften aus Russland

Die folgenden Beiträge wurden von revolutionären und marxistisch-leninistischen Organisationen und Parteien aus Russland auf dem Webinar zur antiimperialistischen und antifaschistischen Einheitsfront, zu dem die ICOR¹ eingeladen hatte, am 15. Mai eingebracht:

Rote Fahne Redaktion (Dokumentiert)
Beeindruckende Botschaften aus Russland
Aktivistinnen und Aktivisten der RMP demonstrieren trotz der Gefahr von sofortiger Inhaftierung und hohen Geld- wie Haftstrafen in Russland

Russische Maoistische Partei (RMP): Die weltweite Einheitsfront ist dringend nötig

Wir, die Mitglieder der Russischen Maoistischen Partei, halten eine weltweite antiimperialistische und antifaschistische Front heute für dringend notwendig. Das Land, in dem wir heute leben, führt einen aggressiven Kolonialkrieg gegen die Ukraine und droht allen seinen westlichen Nachbarn mit einem Angriff. Tag für Tag tauschen die russische Regierung und die westlichen Regierungen Versprechen aus, sich gegenseitig mit Atomwaffen anzugreifen. Gleichzeitig drohen die chinesischen Sozialimperialisten regelmäßig mit einem Angriff auf Taiwan, ähnlich dem russischen Angriff auf die Ukraine. Die türkischen Imperialisten sind im Nahen Osten in vollem Gange, ignorieren die Existenz von zwischenstaatlichen Grenzen und organisieren einen barbarischen Angriff auf die irakischen und syrischen Kurden.

 

Die Faschisierung des Regimes hat in unserem Land ein noch nie dagewesenes Ausmaß erreicht. Massenverhaftungen, das fast völlige Fehlen der Rede- und Versammlungsfreiheit sind in Russland zur Normalität geworden. Es wird eine aggressive nationalistische Propaganda des Hasses auf Ukrainer und Europäer einhergehend mit der Verherrlichung des russischen Volks betrieben. Überall wird dazu aufgerufen, sich um Präsident Putin, die Armee und den Staat zu scharen. In dem Bestreben, die Gesellschaft vollständig zu unterdrücken, will die russische Regierung den Feminismus verbieten und die LGBT-Bewegung auslöschen und zerschlagen. Ähnliche Trends gibt es auch in anderen Ländern.

Marxistisch-Leninistische Plattform (MLP) aus Russland: ...Es gibt die Erfahrung: Wenn man den Arbeitern Waffen gibt, wenden sie sie gegen die Ausbeuter

Im Land gibt es heute natürlich eine Welle der Repressionen. Viele Menschen in der Russischen Föderation werden verhaftet, entlassen oder mit gigantischen Geldstrafen belegt.

 

In dem Maße, wie die Niederlage des russischen Imperialismus in der Ukraine heranreift, werden solche Repressionen nur noch verstärkt.

 

Für uns ist jeder revolutionäre Kader wichtig. Wichtig ist auch die Arbeit, die sie durchführen. Im Gefängnis oder in der psychiatrischen Klinik sind die Genossen zwangsläufig aus dem Kampf herausgenommen und erweisen damit dem Regime einen Dienst.

 

Gehen wir mit den revolutionären Kadern in höchster Sorgfalt um!

 

Der Zusammenbruch von Putins faschistischem Tschekisten-Regime, das unverschämt mit einer Nostalgie für die UdSSR spekuliert und hinsichtlich der Ideologie wie ein Parasit von ihren Verdiensten lebt, steht bevor. Dieses verfaulte Regime hat nicht das geringste mit dem leuchtenden Andenken an die Sowjetunion und ihre Errungenschaften gemein. ...

 

Wie ich Euch schon berichtete, erweist sich der Krieg in der Ukraine mit den Putin zur Verfügung stehenden Mitteln als abenteuerlich. Im Kampf gegen eine hochmotivierte Armee erweisen sich die Aggressoren als nicht stark genug. Der Blitzkrieg ist gescheitert. Eine allgemeine Mobilmachung durchzuführen, wäre auch gefährlich. Es gibt bereits die Erfahrung, dass die Arbeiter, wenn man ihnen Waffen gibt, diese gegen ihre Ausbeuter wenden.

 

Dazu steht uns eine Ausweitung des Kriegs bevor: Die Einbeziehung neuer Kräfte in seine Sphäre. Putins Regime zeigt bereits Merkmale der Kapitulation, was in der Rede Putins bei der Parade am 9. Mai gut zu bemerken war.

 

Die ganze Frage ist heute nur noch die, zu welchen Bedingungen der russische Imperialismus kapituliert. Und angesichts der durch ihn begangenen Kriegsverbrechen werden diese nicht leicht sein… .

Lenin-Komsomol aus Krasnojarsk (Sibirien) / Russland: Wir jungen Genossen müssen intensiv unter jungen Leuten arbeiten

In einer Zeit, in der sich mehrere weltweite Krisen gleichzeitig abspielen, ist es wichtig, die kommunistischen und Arbeiterparteien und öffentlichen Verbände zu konsolidieren, um gemeinsame Anstrengungen zu koordinieren.

 

Zur aktuellen wirtschaftlichen Lage in Russland gibt es eine Reihe von wichtigen Punkten, insbesondere in wirtschaftlicher Hinsicht. Erstens: Eine steigende Inflationsrate, vor allem bei Lebensmitteln und Grundbedarfsgütern aufgrund der Sanktionen, aber auch wegen der Unterbrechung der Lieferketten für Waren und Dienstleistungen. Auch die Arbeitslosigkeit ist gestiegen, so dass sich die russische Regierung gezwungen sah, einen "Kredit"-Urlaub für Personen einzuführen, deren Einkommen in der Zwischenzeit um 30 Prozent oder mehr gesunken ist. Bei einer Reihe von Massenverbrauchsgütern wie Kopierpapier, einigen Arzneimitteln und modernen High-Tech-Produkten gibt es Probleme, weil einige ausländische Unternehmen das Land verlassen oder ihre Tätigkeit einstellen.

 

Im Großen und Ganzen sollten wir, wenn wir den Teil der Bevölkerung des Landes betrachten, der sich selbst als jung bezeichnet, feststellen, dass die jungen Menschen jetzt hauptsächlich damit beschäftigt sind, Wege zu finden, um ihren materiellen Wohlstand zu verbessern oder zu erhalten, sie bilden und verteidigen derzeit keine aktive politische Agenda, was sicherlich schlecht ist, aber andererseits gibt es uns jungen Kommunisten die Möglichkeit, eine umfassende Agitations- und Propagandaarbeit unter allen jungen Menschen, insbesondere unter jungen Arbeitern, Studenten und Schülern, durchzuführen.