Nachbericht zum 1. Mai in Göttingen

Nachbericht zum 1. Mai in Göttingen

Sozialismus und Kommunismus standen hoch im Kurs

Mit REBELL-Transparent zum 1. Mai: Zum drohenden Weltkrieg und all den anderen Krisen gibt es viel zu sagen, aber der Schriftzug musste kurz und prägnant sein. „Rebellion gegen alle Kriegstreiber“ steht oben und unten „Für den echten Sozialismus“, weil wir eine positive Perspektive haben.

Zu der Demonstration des DGB am nächsten Tag kamen mindestens 800 Leute. Es herrschte eine kämpferische Stimmung und viel Diskussionsbedarf. Forderungen nach Sozialismus und Kommunismus standen hoch im Kurs. Der Krieg in der Ukraine sowie Waffenlieferungen der Bundesregierung wurden in mehreren Redebeiträgen abgelehnt. Wir haben die Idee von Widerstandskomitees in Gesprächen verbreitet. Die Idee finden viele gut, aber es herrscht bei einigen noch große Skepsis, ob die Masse der Menschen schon bereit ist, um gegen den Krieg etwas zu tun. Genau darum müssen wir ja kämpfen und jeden Tag werden mehr Menschen aktiv. Man merkt, dass auch wieder Leute auf die Straße gehen, die man dort schon lange nicht mehr gesehen hat.

 

So hatte ich eine intensive Diskussion mit einem Kommilitonen, der jetzt dringend wissen will, wie man grundsätzlich argumentiert, damit noch weniger Studierende auf den angeblichen Friedenswillen von NATO und Bundesregierung hereinfallen.

 

Auf der Abschlusskundgebung haben wir einen schönen Stand aufgebaut, an dem noch einige Gespräche zustande kamen. Aber wir hatten nicht aktiv genug für den Aufbau der neuen Friedensbewegung geworben: Dafür haben wir uns dann in der letzten Studiengruppe Zeit genommen. Daraufhin hat sich eine Geschichtsstudentin zum Mitfahren zur Demonstration am 8. Mai gemeldet.