Kumpel für AUF - Regionalgruppe Niederrhein

Kumpel für AUF - Regionalgruppe Niederrhein

Themenabend: Kriegsgefahr und Gesundheitsbelastung von Bergleuten

Am Freitag, den 20. Mai, ab 18 Uhr befasst sich die Bergarbeiterinitiative "Kumpel für AUF" im Haus Garden in Walsum (Friedrich-Ebert-Straße 131) mit zwei Themen.

Presseankündigung

Eingangs wird die akute Kriegsgefahr infolge der Ukraine-Krise behandelt. In dieser Situation bekommt die internationale Bergarbeitersolidarität mit Kumpel aus Russland, der Ukraine und anderen Ländern eine große Bedeutung. Dazu wird das Projekt einer Internationalen Bergarbeiterkonferenz vorgestellt.

 

Ab 19 Uhr werden Ergebnisse einer unabhängigen Untersuchung von PCB- und Schwermetallen im Blut von Bergarbeitern vorgestellt, die längere Zeit unter Tage gearbeitet haben. An der Studie beteiligten sich in Zusammenarbeit von der Bergarbeiterinitiative „Kumpel für AUF" und einigen Ärzten im Ruhrgebiet im Zeitraum von mehreren Monaten 124 Kumpel. Die überraschenden Ergebnisse wird der Arzt für Allgemeinmedizin und Anästhesiologie Dr. Günther Bittel, einer der an der Studie beteiligten Ärzte aus Duisburg, der Öffentlichkeit vorstellen. Die Ruhrkohle AG hat die Gesundheitsgefährdung der Bergleute bisher beschwichtigend abgestritten. Ähnlich wie lange Zeit bei Lungenerkrankungen (Staublunge) wird eine Anerkennung von Erkrankungen durch den Kontakt mit giftigen Stoffen durch eine bergmännische Berufstätigkeit bisher von den Krankenkassen und Berufsgenossenschaften abegelehnt.

 

Die Studie unterstreicht die Notwendigkeit der Anerkennung als Berufskrankheit und Entschädigung. „Es kann nicht angehen, dass die Kumpel ihre Gesundheit für die Gewinne der Bergwerksgesellschaften opfern mussten und die Unternehmen sich ihrer Verantwortung entziehen konnten“, so Wolf-Dieter Rochlitz, der Sprecher von Kumpel für AUF.

 

Einladungsflyer