Widerstandsgruppe

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Dürfen wir es Jugendlichen nicht zu schwierig machen?

„Es darf nicht gleich am Anfang zu schwierig sein“, war die Meinung eines älteren Genossen bei der Widerstandsgruppe gegen die Gefahr eines III. Weltkriegs.

Korrespondenz aus Zollernalb

Diese Meinung ist richtig und falsch. Gefordert wird die Jugend heute vor allem durch die Weltkriegsgefahr, die Inflation, die Infragestellung ihrer Zukunft durch den Kapitalismus. Jugendliche suchen eine Alternative dazu und wollen dafür auch herausgefordert werden!

 

Das darf freilich nicht über ihren Kopf hinweg geschehen oder so, dass sie es nicht verstehen oder nur Angst bekommen. Wir wollen auch keine "altklugen" Kinder und Jugendlichen. Allerdings darf man die Jugend auch nicht schonen.

 

Wenn die Jugend Großes leisten und die aktivste Kraft im Kampf um den Weltfrieden werden will, darf man ihr nichts verschweigen, sondern muss ihr die Wahrheit sagen. Nicht in kleinen homöopathischen Dosen, sondern im Gesamtzusammenhang.

 

Die Jugend muss wissen, was Imperialismus ist: Imperialismus bedeutet Krieg. Heute wird ein III. Weltkrieg vorbereitet. Der Krieg in der Ukraine war der Auslöser dazu. Die Jugend muss auch wissen: Es gibt einen Ausweg aus Krieg und Krise: Das ist der echte Sozialismus, für den alle materiellen Voraussetzungen geschaffen sind und der das Ende der kapitalistischen Barbarei bedeutet.

 

Das vierzehnjährige Mädchen, wegen dem der Genosse Bedenken hatte, wollte übrigens genau wissen, was Militarisierung der ganzen Gesellschaft bedeutet und erzählte: „In meiner Klasse spielen viele Counter Strike und auch noch ein anderes Kriegsspiel. Das finde ich noch schlimmer. Da bekommt man als Spieler richtig Angst und ballert panisch drauf los.“

 

Sie schrieb schon ein Plakat für die Montagsaktion und will jetzt ein weiteres gegen Kriegsspiele machen. Sie will zum REBELL-Konzert nach Stuttgart am 21. Mai und zum Pfingstjugendtreffen mitkommen und ist sehr gespannt auf viele neue Erfahrungen, neue Menschen und neue Perspektiven für ihr Leben.