Görlitz

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Alstom-Kollegen gegen Vernichtung von 400 Arbeitsplätzen

Im Görlitzer Waggonbauer-Werk von Alstom (früher Bombardier) sollen 400 bis 450 Arbeitsplätze vernichtet werden. In der "Sächsischen Zeitung" haben wir davon erfahren und nutzten unsere Woche in der Region, um den Kollegen die Solidarität der MLPD zu überbringen. Vor dem Werkstor war die Stimmung der Kollegen wütend und kämpferisch bis resigniert und zermürbt. Die 850 Kollegen sind erfahren darin Entlassungspläne abzuwehren und es gibt einen hohen Organisationsgrad in der IG Metall. Seit Jahren gibt es immer wieder Arbeitsplatzvernichtung und Schließungsdrohungen, aber auch immer eine Antwort der Belegschaft mit kämpferischen Aktivitäten, teils gemeinsam mit den Siemens-Kollegen und der Görlitzer Bevölkerung.

Korrespondenz

Einige bauen noch darauf, dass sie woanders einen Arbeitsplatz finden, aber das Argument, dass die Arbeitsplätze für die Jugend gebraucht werden, brachte sie zum Nachdenken.

 

Wir fragten die Kollegen, wie sie den Kampf gegen die Pläne organisieren wollen. Viele waren zuversichtlich, dass die IG Metall wieder zum Protest aufruft, aber auch unzufrieden, dass bisher wenig passiert ist. Die meisten Kollegen wollen selbst Verantwortung für ihren Kampf übernehmen. Nur wenige Kollegen kannten die MLPD schon. Aber, viele waren sehr interessiert, als wir von den Erfahrungen und dem Know-how der MLPD-Betriebsgruppen zum Beispiel bei VW, Daimler und Opel berichteten. Ein Kollege sagte: „Wir müssen streiken – bis zum Schluss“, und ein anderer: „Aufgeben ist keine Alternative.“ Wir versicherten ihnen, dass wir ihren Kampf um die Arbeitsplätze bekanntmachen und dass wir die Solidarität organisieren werden. Auf die Frage, was sie anderen Belegschaften ausrichten würden, sagte ein Kollege: „Dass wir sie unterstützen in ihrem Kampf und sie uns unterstützen sollen.“


Mehrere Kollegen wollen zu einer kleinen Gesprächsrunde kommen um die MLPD näher kennenzulernen. Zwei Parteiprogramme der MLPD, mehrere REBELL-Magazine und Flugblätter zur Weltkriegsgefahr wechselten den Besitzer. In vielen aufgeschlossenen Gesprächen vertieften wir die Fragen und diskutierten darüber, dass die MLPD für den Kampf um den echten Sozialismus steht. Im Kapitalismus entscheiden die Konzerne und die Regierung über unsere Köpfe hinweg. Sie bereiten einen Weltkrieg vor, sie streichen dicke Gewinne ein und profitieren von der Inflation, bauen Arbeitsplätze ab. Aber wir Arbeiter sind doch letztlich die, die am längeren Hebel sitzen und die Welt verändern können. Dazu ein Kollege sagte, „Ja – stimmt! Wir sind ja die, die hier den Laden am Laufen halten.“

 

Solidaritätsgrüße bitte senden an: Betriebsrat Alstom, Vorsitzender René Straube, IG-Metall-Bezirkleitung Berlin-Brandenburg-Sachsen: kontakt@igmetall-bbs.de