Davos

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Gipfel der Ratlosen?

"Davos, Davos – nichts als ne tote Hos‘" - könnte man salopp sagen.

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Früher feierte sich das feine Weltwirtschaftsforum in Davos als ein Meeting der mächtigen und reichen, der schönen und gebildeten Eliten – heute ist Davos ein Desaster des Krisenmanagements.

 

Das fällt selbst bürgerlichen Medien auf. Beispielhaft titelt ntv: "Davos ist in diesem Jahr ein Gipfel der Ratlosen - Ukraine-Krieg, Inflation, Rezession, eskalierende Hungersnöte, Umstellung auf Erneuerbare - die Liste der internationalen Krisen, die auf dem Weltwirtschaftsforum verhandelt werden müssen, ist lang. Lösungsansätze sucht man stattdessen eher vergebens, wie ntv-Börsenchef Ulrich Reitz zusammenfasst.“ ¹) Wobei ntv mit „Rezession“ die weltweite Wirtschafts- und Finanzkrise tunlichst verharmlost und mit „Umstellung auf Erneuerbare“ den beschleunigten Übergang in eine globale Umweltkatastrophe fahrlässigst zu übertünchen versucht.

 

Früher trafen sich hier Trump, Putin, Erdogan, Peres, immer wieder Merkel und stießen hinter vorgehaltener Hand mit Champagner auf erfolgreiche Ausbeutung und Unterdrückung an. Allerdings ging es damals wie heute auch Absprachen und Geschäfte, die meist im Hintergrund eingefädelt werden. Heute fordert der ukrainische Kriegspräsident Selenskyj Waffen, Waffen und abermals Waffen, um seine Oligarchen zu retten und so einen dritten Weltkrieg zu befeuern. Russland ist gar nicht in Davos, viele andere Imperialisten wie China schickten nur ihre dritte oder vierte Garnitur.

 

„Die bürgerliche politische Ökonomie – ein Scherbenhaufen“, analysiert der RW 37 ²), und: „Eine zunehmende latente Vertrauenskrise in Regierungen, Parlamente und bürgerliche Parteien destabilisierte schleichend die kapitalistischen und imperialistischen Staaten. Die bürgerliche Ideologie über die Vorzüge der „Globalisierung“ geriet mitsamt ihren kleinbürgerlichen Illusionen in eine offene Krise.“ Es ist äußerst interessant, dieses Buch zu studieren und weltweit zu verbreiten – es gibt keine andere ähnliche tiefgreifende Analyse.

 

Es stellte auch fest: Schon in der letzten Weltwirtschafts- und Finanzkrise bis 2015 war ein länderübergreifendes internationales Krisenmanagement offen gescheitert. Wie sich Einrichtungen wie das Weltwirtschaftsforum in Davos oder die G7 angesichts des offenen Ausbruchs der Krise des imperialistischen Weltsystems entwickeln, wird sich zeigen. Klar ist bisher: die Bildung neuer Machtblöcke der neuen und alten Imperialisten ist im vollen Gange, die aktuelle Weltwirtschafts- und Finanzkrise verschärfen sich - die akute Weltkriegsgefahr spitzt sich weiter zu.

 

Im Kampf dagegen kann es nur heißen: Vorwärts zur internationalen sozialistischen Revolution.

 

 


¹) https://www.n-tv.de/mediathek/videos/wirtschaft/Davos-ist-in-diesem-Jahr-ein-Gipfel-der-Ratlosen-article23352531.html

²) „Die Krise der bürgerlichen Ökonomie und des Opportunismus“