Ostdeutschland

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1000 Stahlarbeiter im Warnstreik

Knapp 1000 Kolleginnen und Kollegen der Stahlbranche führten am gestrigen Donnerstag tarifliche Warnstreiks durch.

Von jw

Sie fordern - auch angesichts der Inflation - 8,2 Prozent mehr Lohn für die 8000 Branchenbeschäftigten, Laufzeit 12 Monate. Die Stahl-Kapitalisten boten im krassen Widerspruch dazu nur eine Einmalzahlung an.

 

"Mit ihrer Absage an dauerhafte Lohnerhöhungen haben die Arbeitgeber in den ersten beiden Verhandlungsrunden die Beschäftigten verärgert und nachhaltig auf den Plan gerufen", so Birgit Dietze, IG-Metall- Bezirksleiterin Berlin-Brandenburg-Sachsen. "Durch die Sonderkonjunktur der Stahlbranche fahren die Unternehmen hohe Gewinne ein. Den Kostenanstieg durch die Teuerung von Energie und anderen Rohstoffen geben sie in großen Teilen an ihre Kunden weiter. Die Beschäftigten dagegen trifft die hohe Inflation in voller Härte", so die Gewerkschafterin.

 

Größere Aktionen gab es mit 700 Beschäftigten in Eisenhüttenstadt. In Sachsen-Anhalt legten rund 250 Beschäftigte von Ilsenburger Grobblech ebenfalls von sechs bis acht Uhr die Arbeit nieder. Allerdings blieben beide Aktionen auf zwei Stunden begrenzt. Dass sich die Kapitalisten davon beeindrucken lassen, kann man sich nur schwer vorstellen, so ein Sprecher der MLPD.