Russland

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Verhaftung des Gewerkschaftsvorsitzenden Kirill Urkaintsew - einmaliger Fall – Protest weitet sich aus

Kirill Ukraintsew wurde am 27. April in Untersuchungshaft genommen, weil er sich mit dem gleichzeitig stattfindenden Streik der Kuriere in Moskau solidarisch erklärt hatte.¹

Korrespondenz aus Esslingen

Diese Verhaftung stellt eine erhebliche Verschärfung der Unterdrückungspolitik in Russland dar und zeigt, dass das faschistische Putin-Regime jetzt auch die Arbeiter, ihre Gewerkschaften und ihre Rechte direkt angreift. So wurde der Anwalt Grigorij Abukow, der zugleich der Vorsitzende der russischen Gewerkschaft der Juristen ist, weder während der Ermittlungen, noch bei der Durchsuchung und Festnahme seines Mandanten, noch bei seiner Unterbringung in einer noch dazu völlig überfüllten Untersuchungshaftanstalt zugelassen. Das verstieß sogar gegen die Haftbedingungen. Der Anwalt fordert, dass der Generalstaatsanwalt der Russischen Föderation die Rechtmäßigkeit des Verfahrens überprüfen soll.

 

Im Netz und darüber hinaus wird über den Angriff auf Kirill Ukraintsew diskutiert. Es könne nicht angehen, dass ein Repost auf eine Solidaritätserklärung als Verhaftungs- und Ermittlungsgrund gegen einen Gewerkschafter dient. Noch dazu, wenn er damit nur zur Solidarität mit seinen streikenden Kollegen aufruft. Dies dürfe keine Strafsache sein. In Radio Sputnik und in verschiedenen Zeitungen wurde über den Fall berichtet, und im Netz sieht man Bilder mit Schildern für die Solidarität mit Kirill Ukraintsew.

 

(Quelle: https://solidarnost.org/articles/repostu-svoy-srok.html?utm_source=yxnews&utm_medium=desktop&utm_referrer=https%3A%2F%2Fyandex.ru%2Fnews%2Fsearch%3Ftext%3D)