Elisa Aseva

Elisa Aseva

Das Gespenst des Kommunismus im Deutschlandfunk

Kaum sagt man mal etwas Wahres, geht der Shitstorm los.

Korrespondenz

Kaum sagt man mal etwas Wahres, geht der Shitstorm los. Gegen wen und warum? Gegen eine schwarze Lyrikerin (42) – Eli­sa Ase­va. Eine Frau mit äthiopischen Wurzeln, die ein Buch "Über Stunden" veröffentlicht hat mit der Sammlung ihrer besten Posts und im Deutschlandfunk zum Interview eingeladen war. Dort berichtet sie unter anderem über das Schreiben und über ihre Kindheit, die sie teilweise im Heim gemeinsam mit 200 anderen Kindern verbracht hat.

 

So weit, so gut. Doch dann nimmt das Gespräch eine Wende – die Politik. Und Elisa Aseva spricht sich für den Kommunismus aus. Denn den brauchen wir, wenn wir eine Zukunft haben wollen. Auf Nachfrage des Moderators Friedemann Karig, was man denn verändern müsste, wenn man nicht das System ändern kann, stellt sie klar: "Wenn ich Kommunismus sage, meine ich eigentlich schon wirklich Kommunismus und gar nicht, wir machen so ein paar Reförmchen hier oder da, wir sollten keine kapitalistische Klasse zulassen können ..." und "Arbeiter sollten ganz konkret den Ertrag dessen, was sie erarbeiten, erhalten können und so weiter und so fort."

 

Außerdem wäre die "Bereicherung an der Arbeit anderer Menschen (...) in dieser Welt dann ausgeschlossen." Sie spricht sich gegen privatwirtschaftlichen Unternehmen aus, die profitorientiert arbeiten – die Betriebe sollen den Arbeiterinnen und Arbeitern gehören. Sie geht sogar noch weiter und empfielt die Entwicklung planwirtschaftlicher Instrumente – auch, um den Klimawandel aufhalten zu können. Außerdem spricht sie sich für eine Zero-Covid-Strategie aus. Und statt dass die beiden Deutschlandfunk-Moderatoren Friedemann Karig und Samira El Ouassil Sturm laufen, sie stoppen oder ihr widersprechen, bescheinigt ihr die Moderatorin Samira El Ouassil sogar: "Ich habe in den letzten zehn Minuten so viel klügere und bessere substanziellere Ansätze zu hören bekommen als in vielen anderen Bundestagsdebatten oder politischen Talkshows."

 

Mögen (unter anderem) der FDP-Justizminister Marco Buschmann und der Grünen-Politiker Volker Beck Eli­sa Ase­va noch so angreifen – diese Frau hat Recht!
Schade nur, das sie der Politik und dem Kampf um den Kommunismus nicht ihr Leben widmen möchte ...

 

Wer sich das Interview anhören möchte, es ist online verfügbar unter: https://www.deutschlandfunkkultur.de/link-in-bio-elisa-aseva-100.html
Zum Kommunismus geht es los ab Minute 35.