Melilla / Nordafrika

Melilla / Nordafrika

„Festung Europa“ kostet erneut mindestens 23 Menschen das Leben

Beim Versuch mehrerer Tausend Menschen aus Schwarzafrika, die auf marokkanischem Boden liegende spanische Exklave Melilla zu erreichen, sind mindesten 23 – nach Angaben verschiedener Organisationen - mindestens 27 Menschen ums Leben gekommen. Sie wurden zerquetscht, fielen von den, mit messerscharfem NATO-Stacheldraht versehenen meterhohen Zäunen oder wurden von den „Sicherheitskräften“ Spanien und Marokkos, geschlagen und ohne Hilfe zurückgelassen. Immer wieder versuchen Flüchtlinge, Melilla bzw. die andere spanische Exklave in Nordafrika, Ceuta, zu erreichen. Beide sind EU-Gebiet und schwer gesichert. Wenn die EU ihr menschenfeindliches Gesicht gegenüber Flüchtlingen irgendwo offen zeigt, dann an diesen Punkten. Regelmäßig lassen Menschen an dieser Grenzbefestigung ihr Leben. Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez verurteilte dann die verzweifelt Aktion der Flüchtlinge folgerichtig als „Angriff auf die territoriale Integrität des Landes“.