Ford Saarlouis

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Ford will komplettes Werk schließen

Auf der heutigen Betriebsversammlung wurde bekanntgegeben, dass das neue E-Auto des Ford-Konzerns nicht in Saarlouis, sondern in Valencia gebaut wird.

Korrespondenz
Ford will komplettes Werk schließen
Bereits im letzten Jahr gingen Ford-Kollegen aus dem Werk Saarlouis zu den Menschen in der Stadt und baten um Solidarität gegen die mögliche Werksschließung (rf-foto)

Alle Vorschläge, dass die Belegschaft in Saarlouis mit Verzichtsangeboten und dazu die Landesregierung des Saarlandes mit Subventionsangeboten von nahezu einer Milliarde Euro „den Standort attraktiver“ machen sollten, sind gescheitert. Es zeigt einmal mehr: Eine Verzichtspolitik sichert keine Arbeitsplätze.

 

Zwar meldet der Süddeutsche Rundfunk, dass dies nicht die Schließung des Werke bedeuten müsse – aber was und wie viele Arbeitsplätze bleiben denn dann übrig, wenn die Produktion des Ford Focus im Jahr 2025 ausläuft? Offener hieß es heute im Kapitalistenblatt "Handelsblatt":  "Ford wird absehbar nur noch an zwei europäischen Standorten Pkw produzieren" - Köln und Valencia. Heute arbeiten im Ford-Werk 4600 Kolleginnen und Kollegen und dazu kommen mindestens 2000 Arbeitsplätze bei Zulieferern. Was soll aus der Zukunft der Jugend werden?

 

Die Karten sind damit auf dem Tisch, jetzt ist die Belegschaft am Zug. Es gilt, keinerlei Rücksicht auf den Ford-Konzern zu nehmen. Für die Zukunft der Region und Arbeitsplätze für die Jugend ist es jetzt notwendig, selbständig zu streiken! Die Arbeitersolidarität ist herausgefordert mit Solidaritätsaktionen bis zu Solidaritätsstreiks in Köln und Valencia. Die MLPD ist solidarisch und unterstützt die Arbeiter mit ihrem Know-How. Der siebentägige selbstständige Streik der Bochumer Opelaner im Jahr 2004, hat die Schließung des Werkes um zehn Jahre hinausschieben können!

 

Vom Kampf der Bochumer Opelaner zeugt das Buch "Was bleibt ... 10 erkämpfte Jahre Opel-Bochum 2004 bis 2014". Es kann hier bestellt werden.