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Auch in Neu-Ulm stehen die Zeichen auf Kampf

Gestern wurde die Extra-Ausgabe der Kollegenzeitung "Stoßstange" aus Mannheim auch vor dem Neu-Ulmer EvoBus-Werk verteilt. Die Daimlertochter vernichtet 1000 Arbeitsplätze in Mannheim, in Neu-Ulm 600!

Korrespondenz

Viele hatten schon vom Streik in Mannheim gehört. Die überwiegende Mehrheit war absolut dafür, dass auch in Neu-Ulm so was laufen muss. Es gab aber auch Standpunkte wie: "Da kannst du nix machen, war doch klar, bei der Auftragslage", oder: "Ich bin kurz vor der Rente, betrifft mich also nicht mehr." Diese Auffassungen gehen aber nur von sich selbst aus, denken nicht an die Übernahme der Azubis.

 

Die Werkleitung Neu-Ulm schickte sofort den Werkschutz los, um das Verteilen und die Umfrage zu behindern. Allerdings ließen sich die Verteiler von körperlichen Drohgebärden nicht einschüchtern und von Beleidigungen nicht provozieren. Heute früh nun wurde ein Neu-Ulmer Extra der "Stoßstange" verteilt, damit alle Kolleginnen und Kollegen erfahren, was abgeht und wie der Werkleitung die Düse geht.

 

Alle machen sich Sorgen, denn 600 Leute „sozialverträglich“ abzubauen, das geht gar nicht, außerdem ist es überhaupt nicht sozial, wenn die Arbeitsplätze nachher für die Jugend fehlen. Es wird jetzt beraten, was die Neu-Ulmer Kolleginnen und Kollegen machen werden.

 

Es gibt aber keine Alternative zu harten Kampfmaßnahmen im Kampf um jeden Arbeitsplatz. Droht womöglich eine komplette Schließung des Neu-Ulmer Werks? Die Belegschaft von Evobus Neu-Ulm hat vor Jahren einen bemerkenswerten selbständigen Kampf bei der Einführung von ERA (Entgeltrahmen-Tarifvertrag) hingelegt, der zu einer guten Absicherung der Beschäftigten geführt hat. Danach hat die Geschäftsleitung die Spaltung zwischen Jung und Alt betrieben, denn die Kolleginnen und Kollegen, die danach kamen, bekamen diese Absicherung natürlich nicht.

 

Also geht es auch darum, das Kämpfen zu lernen und dabei immer die Arbeitereinheit national und international zu organisieren.