Melilla

Melilla

Brutale Gewalt von spanischen und marokkanischen Grenzern

Es sind Bilder, die aufwühlen: Marokkanische Grenzer in Riot-Ausstattung stehen an der Grenze zwischen Marokko und Melilla zwischen regungslosen Menschenleibern. Die meisten geben kein Lebenszeichen von sich, einige zucken konvulsiv. Immer wieder wird seitens der Grenzer auf die wehrlosen Menschen mit Schlagstöcken eingeschlagen.

Von ffz

Es sind Flüchtlinge aus Schwarzafrika, die am Wochenende versucht hatten, mit vielen anderen über den festungsartig ausgebauten und mit NATO-Stacheldraht versehenen meterhohen Grenzzaun vom marokkanischen Nador in die spanische Exklave Melilla zu kommen. Sie waren noch auf marokkanischer Seite von den Grenzern mit brutaler Gewalt gestoppt worden.

 

Diejenigen, die es über den hohen Drahtzaun und über den klingenscharfen Stacheldraht geschafft hatten, wurden auf der anderen Seite, zumeist blutend und verletzt, von den spanischen „Kollegen“ der Marokkaner ebenfalls mit Schlagstöcken begrüßt. So sieht Menschlichkeit, Menschenwürde und „westliche Demokratie“, die gerade von den für diese Politik verantwortlichen Monopolpolitikern der G7 auf Schloss Elmau öffentlichkeitswirksam hochgehalten werden, in der imperialistischen EU aus.

 

Bei dem Versuch, aus dem Elend in Afrika, dass genau die Imperialisten, die sich gerade vor bayerischer Alpenkulisse zum Familienfoto hinstellen, zu verantworten haben, in ein besseres Leben in Europa zu kommen, sind zwischen 23 und 27 Flüchtlinge ums Leben gekommen: Im Gedränge zerquetscht, vom meterhohen Zaun abgestürzt, im NATO-Draht verblutet. Flüchtlingspolitik der EU... .

 

Wen wundert es, wenn der spanische Ministerpräsident Pedro Sanchez - anstatt sich für die tödliche Prügelorgie seiner eigenen Grenzer zu entschuldigen, die Hand in Hand mit den Beamten des Unrechtsregimes in Marokko gearbeitet haben - genau dieses Vorgehen auch noch verteidigt. Er erklärte gegenüber Medien: „Es war ein gewaltsamer Überfall, der von der Menschenhändler-Mafia organisiert wurde“. Weiter verdrehte er den Versuch verzweifelter Menschen, aus ihrer Heimat zu fliehen, tatsächlich noch zu einem „Angriff auf die territoriale Integrität seines Landes“. Es sind Monopolpolitiker wie Sanchez, die überhaupt erst ein „Geschäftsfeld“ für eine Menschenhändler-Mafia schaffen: Indem sie Europa in eine Festung mit Zäunen, schwer bewaffneten Grenzern etc. verwandeln. Erinnerungen an die Grenze zwischen der ehemaligen BRD und der ehemaligen DDR werden wach. Damals erklärten westliche Monopolpolitiker, das sei ein „Grenzregime“. Und was ist das, was an den EU-Außengrenzen heute entsteht, anderes?

 

Die Verantwortlichen für den Tod von mindestens 23 Menschen gehören vor Gericht - genauso wie das kapitalistische System, das ein derartiges Vorgehen nicht nur ermöglicht, sondern für rechtens erklärt, auf den Müllhaufen der Geschichte gehört.

 

Hier geht es zu einem Bericht der Tagesschau, der Ausschnitte aus dem Video zeigt