Explodierende Energiekosten

Explodierende Energiekosten

Energiekostenpauschale - Was man wissen muss

Vollmundig und nahezu in allen Medien wurde berichtet, das Arbeiterinnen und Arbeiter mit geringem Einkommen eine Energiekostenpauschale ausgezahlt bekommen - wegen der explodierenden Energiekosten. Allerdings sieht die Auszahlung der Energiepauschaule einige Ausnahmen und Verschiebungen vor:

Korrespondenz aus Duisburg

Demnach bekommen einkommensteuerpflichtige Erwerbstätige einen Einmalbetrag von 300 Euro. Die Pauschale soll im September 2022 an die Arbeiterinnen, Arbeiter und Angestellten zusammen mit dem Monatsgehalt ausbezahlt werden.

 

Wenn die Arbeiterin bzw. der Arbeiter oder Angestellte erst nach dem 1. September 2022 eingestellt wird, ist der (neue) Chef nicht dazu verpflichtet, diesem Mitarbeiter die Energiepauschale auszuzahlen. Damit sollen mögliche Doppelzahlungen im Falle eines „Arbeitgeberwechsels“ verhindert werden. Beschäftigte, die zum Beispiel zum 1. Oktober neu eingestellt werden und die Energiepauschale nicht von ihrem Chef ausbezahlt bekommen, können die 300 Euro aber trotzdem erhalten, sofern sie für das Jahr 2022 eine Einkommensteuererklärung abgeben.

 

Voraussetzung für den Erhalt der Energiepauschale ist ein Wohnsitz oder ein gewöhnlicher Aufenthalt in Deutschland. Somit erhalten zum Beispiel beschränkt steuerpflichtige Grenzpendler keine Energiepauschale. Rentnerinnen und Rentner bekommen sie auch nicht – es sei denn, dass sie 2022 zusätzlich zum Rentenbezug ein Einkommen aus einem Arbeitsverhältnis oder aus einer selbständigen Tätigkeit haben. Dann kommen auch sie in den Genuss der Energiepauschale. Das ist ist Altersdiskriminierung seitens der Regierung.

Ist die Energiepauschale steuerpflichtig?

Ja, auf die Energiepauschale fallen Steuern an. Sie zählt zu den Einkünften aus nichtselbstständiger Arbeit und ist als „sonstiger Bezug” lohnsteuerpflichtig. Bei geringfügig Beschäftigten soll jedoch aus Vereinfachungsgründen auf eine Besteuerung verzichtet werden. Auf die Energiepreispauschale fallen keine Sozialversicherungsbeiträge an.

Wie bekommen die Kapitalisten die Energiepauschale erstattet?

Da die Kapitalisten die Energiepauschale auszahlen müssen, stellt sich die Frage, wie die Unternehmen die ausbezahlten Beträge vom Staat erstattet bekommen. Dies soll wie folgt funktionieren: Die Kapitalisten dürfen im Rahmen der Lohnsteuer-Anmeldung die Pauschalen von der abzuführenden Lohnsteuer abziehen. Bei einer monatlichen Lohnsteuer-Anmeldung ist die Energiepauschale in der Anmeldung für August 2022 abzusetzen, die bis zum 10. September 2022 fällig wird. Die ausgezahlte Energiepreispauschale muss in der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung mit dem Großbuchstaben E angegeben werden.

Welche Ausnahmen für bestimmte Betriebe

Kapitalisten, welche die Lohnsteuer nicht monatlich, sondern nur quartalsweise abführen, dürfen die Auszahlung der Energiepauschale auf den Oktober 2022 verschieben. In diesem Fall erfolgt der Lohnsteuerabzug in der bis zum 10. Oktober 2022 fälligen Lohnsteuer-Anmeldung für das dritte Quartal 2022.

 

Betriebe, die nur einmal jährlich eine Lohnsteueranmeldung (Jahresmeldung) abgeben, dürfen auf die Auszahlung der Energiepauschale an die Beschäftigten verzichten. In diesem Fall können die Arbeiterinnen, Arbeiter und Angestellten nur dann von der Pauschale profitieren, wenn sie für 2022 eine Einkommensteuererklärung abgeben.  (Quelle: XING News Personalwesen)